Aufklärungsvideo: 30-Jähriger hält um die Hand von Minderjährigen an.

Kinder werden so schnell erwachsen, dass die Eltern oft gar nicht Schritt halten können. Spätestens wenn die ersten „Bekanntschaften“ mit nach Hause gebracht werden, stehen die Eltern vor einer Herausforderung. Die Vorstellung, dass ihr kleines Töchterchen plötzlich einen Verehrer hat, ist für viele Väter nicht leicht zu verarbeiten. Man kann sich also das blanke Entsetzen der dänischen Väter in diesem Video vorstellen, als sie den festen Freund ihrer Töchter kennenlernen. Zum Glück wird die Situation rechtzeitig aufgeklärt, bevor Schlimmeres passiert.


Die Fassungslosigkeit steht den Eltern ins Gesicht geschrieben, als der 30-jährige Alexander ihren minderjährigen Töchtern den Hof macht. Umso größer ist die Erleichterung, als er die Situation auflöst und sich als Mitarbeiter der dänischen Kinderschutzorganisation BØRNEfonden ausweist. Das Video ist Teil einer Aufklärungskampagne zum Problem der Kinderheirat, die in vielen Ländern der Welt leider noch immer praktiziert und toleriert wird – so auch im afrikanischen Mali, das im Fokus der Kampagne steht. Dort werden jeden Tag 82 Mädchen verheiratet, die jünger als 15 Jahre alt sind. Auch wenn Alexander mit seinem Auftritt den Eltern einen Riesenschrecken einjagt, bringt er sie und die Zuschauer doch dazu, sich mit diesem schwierigen Thema auseinanderzusetzen, und für eine gute Sache zu spenden: BØRNEfonden wirbt mit der Kampagne für eine Sponsorenschaft für Mädchen in Mali. Durch die Unterstützung sollen sie eine ganz normale Kindheit erleben dürfen, ohne dass die Eltern sie aus wirtschaftlichen Gründen verheiraten.

In Deutschland wie in Dänemark ist das Mindestalter für Eheschließungen auf 18 Jahre festgesetzt, doch leider sieht das in vielen Gegenden der Welt noch anders aus – nicht nur in Asien und Afrika. Auch in einigen US-Staaten wie Kansas und Massachusetts dürfen Kinder ab 12 Jahre heiraten. Die Kampagne von BØRNEfonden ist zwar provokativ, aber auch ein wichtiger, erster Schritt, damit sich etwas ändern kann.

Quelle:

LittleThings

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