Rührend: Über Hundert Biker geben Motorradfan letztes Geleit.

Jon Stanley aus South Bend in Indiana (USA) ging es sehr schlecht. Er hatte lange gegen die Krebserkrankungen in seinen Lungen und seinem Gehirn angekämpft. Ärzte hatten alles für ihn getan, was sie konnten, aber alle Mühen waren vergeblich gewesen.

Jetzt hatte seine Familie ihn aus dem Krankenhaus heimgeholt, damit er seine letzten Tage in seinem Zuhause verbringen konnte. Er konnte bereits nicht mehr sprechen und musste an eine Sauerstoffmaschine angeschlossen bleiben, um noch atmen zu können.

Youtube/Inside Edition

Jon war sein ganzes Leben lang ein begeisterter Motorradfan gewesen. Als David Thompson, ein befreundeter Biker, erfuhr, dass Jon für seinen Abschied nachhause gekommen war, besuchte er ihn sofort. Jon konnte nicht mehr mit ihm sprechen, aber David wusste auch so, was er sich wünschte. "Halt noch ein bisschen durch", bat er Jon. "Ich bringe dir ein paar Bikes. Halte durch."

Er handelte sofort, denn es galt, keine Zeit zu verlieren. Auf Social-Media-Kanälen und bei örtlichen Motorradclubs verbreitete er seine Bitte, und innerhalb weniger Tage hatte er erfolgreich über 200 Menschen auf über 100 Motorrädern zusammengerufen. Sie fuhren alle gemeinsam vor Jons Haus vor und ließen alle die Motoren ihrer Maschinen an.

Youtube/Inside Edition

Jon konnte hören, wie vor seinem Fenster die Motorräder liefen. Er hörte das Geräusch, das er immer mit dem größten Glück verbunden hatte, und er schaffte es, seinen Arm zu heben.

Seine Familie verstand, was er wollte. Sie bat die Biker um Hilfe und vier Männer trugen Jon nach draußen, wo sie ihn in den Sozius seines eigenen Motorrads setzten. Jons Frau stieg auf den Fahrersitz und ließ den Motor an.

Youtube/Inside Edition

"Man konnte sehen, wie er dieses letzte Mal auf seinem Bike genoss", erzählt einer der Biker. "Es fühlte sich gut an. Wir weinten alle, denn wir konnten fühlen, dass wir diesem Mann Frieden schenkten."

Die ganze rührende Geschichte kann hier angesehen werden (auf Englisch):

Nur wenige Stunden später schlief Jon friedlich in den Armen seiner Frau ein. Wir können davon ausgehen, dass er über 100 freundliche Fremde ihm geholfen haben, als ein glücklicher Mann zu sterben. Einfach wunderbar.

Kommentare

Auch interessant