Einmalig: Dunkelhäutige Kinder auf Solomon-Inseln haben blondes Haar.

Die Bewohner der Salomon-Inseln im Südpazifik östlich von Papua-Neuguinea erstaunen mit ihrem Aussehen: Denn bei rund 10 Prozent von ihnen gesellt sich zu ihrer dunklen Haut ein blonder Haarschopf. Damit haben sie unter den Menschen außerhalb von Afrika die dunkelste Haut und zugleich den höchsten Prozentsatz blonder Schöpfe außerhalb Europas. Forscher aus den USA und England haben deshalb die DNA der Inselbewohner untersucht, um dieser ungewöhnlichen Kombination auf den Grund zu gehen. 

Sie sammelten DNA-Proben von blonden wie auch dunkelhaarigen Salomonern. Dabei stellten sie eine besondere Genvariante in ihrem Erbgut fest, die durch eine Veränderung an einem Enzym namens TYRP1 ausgelöst wird. Dieses sorgt sonst dafür, dass Zellen dunkle Pigmente in Haut und Haaren, Melanine genannt, produzieren können. Erbt ein Kind von seinem Vater und von seiner Mutter diese Genvariante, so bekommt es blonde Haare.

"Die charakteristische blonde Haarfarbe entstand im tropischen Ozeanien unabhängig, das ist unerwartet und faszinierend", berichtet einer der Studienteilnehmer. "Welche Vorteile mit dieser Genmutation verbunden sein könnten und ob sie im Laufe der Evolution entstanden ist, ist unklar."

Um herauszufinden, ob das TYRP1-Gen auch andere Populationen verändert, haben die Forscher nach dieser Genvariante bei Menschen aus insgesamt 42 Ethnien gesucht. Jedoch vergeblich: Nirgends fand sich diese Blond-Mutation der Inselbewohner. Wirklich einmalig! 

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