Gruselig: Kleiner Junge erinnert sich detailliert an früheres Leben.

Dieser kleine Junge verhält sich sehr merkwürdig, seit er sprechen kann. Immer wieder berichtet er von seltsamen Begebenheiten, was seine Mutter Norma Macauley stark beunruhigt.

Cameron Macaulay begann schon als Zweijähriger von der schottischen Insel Barra zu erzählen, die er eigentlich noch nie gesehen haben kann. Er selbst lebt mit seiner Mutter in Glasgow und hat eigentlich keine Verbindung zu jenem Ort. Er selbst glaubt jedoch, schon einmal gelebt zu haben – und wiedergeboren zu sein.

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Norma erinnert sich: „Seit er sprechen kann, fing er immer wieder mit Geschichten aus seiner Kindheit auf Barra an. Er sprach über seine früheren Eltern, über seine Brüder und Schwestern und darüber, wie sein Vater starb.“

Youtube/Paul John

Der Junge vermisste zunehmend sein angeblich altes Leben und hatte selbst nach Jahren immer noch nicht mit diesen Geschichten aufgehört. Über mehrere Umwege und Fachärzte erfuhr die zunehmend ratlose Norma von einer Forschungseinrichtung der Universität von Virginia (USA), die sich speziell mit dem Phänomen der Wiedergeburt befasst und wo die weltweit rund 2.500 behaupteten Fälle dieser Art dokumentiert sind. Norma kontaktierte den dortigen Forschungsdirektor, Dr. Jim Tucker, der schließlich aus den USA nach Glasgow reiste, um Norma und Cameron schließlich sogar nach Barra zu begleiten und dort nach Hinweisen zu suchen, die auf ein früheres Leben des Jungen hindeuten könnten. Selbst für Jim klang dieser Fall außergewöhnlich.

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Tatsächlich erwiesen sich viele Details, von denen Cameron gesprochen hatte, als zutreffend. Selbst der angebliche Name seiner alten Familie, Robertson, stimmte mit demjenigen einer Familie überein, die einst auf der Insel gelebt hatte.

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Ähnlich verhielt es sich auch mit dem Haus, das Cameron in seinen Erzählungen immer beschrieben hatte: „Wir fuhren bloß dahin, wo das Haus stehen sollte, und warteten ab, um zu sehen, was geschieht. […] Er erkannte es sofort und war voller Freude“, erzählte Norma.

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„Es war alles verwinkelt und Cameron kannte das Haus wie seine Westentasche – auch waren dort die drei Badezimmer und der Strandblick von seinem Kinderzimmer. Im Garten zeigte er uns den ’Geheimgang’. All das hatte er vor Jahren genau so beschrieben.“

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Sogar auf alten Fotos der Familie Robertson, die ein mittlerweile im schottischen Stirling lebendes Familienmitglied aufbewahrte, gab es Übereinstimmungen. Die Familie hatte tatsächlich einen schwarz-weißen Hund und ein großes schwarzes Auto, wie Cameron gesagt hatte.

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Obwohl es auf Barra nie einen Shane Robertson, seinen angeblich früheren Vater, gegeben hatte und auch nie Flugzeuge auf dem Strand gelandet waren, stimmten doch sehr viele Einzelheiten auf der Insel mit der Erzählung des Jungen überein.

Wer mehr Informationen über diese seltsame Geschichte erfahren möchte, kann das folgende Video (auf Englisch) anschauen:

„Nach Barra zu fliegen war das Beste, was wir tun konnten. Cameron ist jetzt weitaus ruhiger. […] Er weiß jetzt, dass wir nicht mehr glauben, er hätte sich das ausgedacht. […] Und als ich ihn fragte, wie er früher einmal geheißen hatte, sagte er mir: ’Cameron – ich bin noch derselbe.’“

Was auch immer diese Erinnerungen hervorgerufen hat; es ist erstaunlich, dass sie oft sehr präzise sind und nachprüfbar waren. Ob man Cameron Glauben schenkt oder nicht, seine Geschichte ist wahrlich faszinierend.

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