Mutter entdeckt Sohn unter obdachlosen Helfern bei Manchester-Anschlag.

Chris Parker wird nach dem Terroranschlag in Manchester letzte Woche über Nacht als Held bekannt. Der 33-jährige Obdachlose hatte im Eingang der Konzerthalle gebettelt und war nach der Explosion sofort hineingestürmt, um sich um die verletzten, vornehmlich jungen, Konzertbesucher zu kümmern. Aber es sterben auch Menschen in seinen Armen. "Ich habe seitdem nicht mehr aufhören können, zu weinen. Ich komme nicht über die Schreie hinweg", erzählt er, als er von einem Fernsehteam interviewt wird. 

Auch Jessica Parker verfolgt wie viele die Nachrichten auf dem Bildschirm. Als sie Chris' Gesicht im Fernsehen erblickt, erstarrt sie vor Schreck. Sie erkennt ihren Sohn, zu dem sie vor fünf Jahren den Kontakt verloren hat. Sie hatte keine Ahnung davon, dass er auf der Straße lebt: "Ich war zuerst komplett geschockt. Aber ich wusste, das er mein Sohn sein musste. Genau so etwas würde er tun, denn er hat ein sehr großes Herz."

Youtube/Norfolk Now

Die Mutter aus Norfolk startet einen Aufruf und es gelingt ihr, ihren Sohn in Manchester ausfindig zu machen. Als sie ihn nach fünf Jahren wieder in den Armen hält, fließen auf beiden Seiten Tränen. "Ich sagte: 'Ich wollte kommen und schauen, ob es dir gut geht'. Und er meinte: 'Ich brauche dich, Mama'", erzählt die Britin.

Youtube/Norfolk Now

"Ich habe immer an ihn gedacht, ob wohl alles in Ordnung ist. Aber ich habe akzeptiert, wie er die Dinge haben wollte", fügt Jessica Parker hinzu. "Aber jetzt, wo all das Furchtbare geschehen ist, wurde mir klar: Wir müssen zusammen sein. Ich habe ihn kurzzeitig verloren, aber ich hätte ihn für immer verlieren können." Hier kannst du dir ihren Suchaufruf (auf Englisch) anschauen: 

Für den selbstlosen Obdachlosen wurde kurz nach dem Attentat eine Spendenseite eingerichtet, auf der innerhalb einer Woche umgerechnet fast 60.000 Euro zusammengekommen sind. Mit dieser Starthilfe und der Unterstützung seiner Familie hofft Chris Parker, ein neues Leben beginnen zu können.

Und hoffentlich werden mit der Zeit auch die schrecklichen Bilder in seinem Kopf verblassen - von dem Tag, an dem 22 unschuldige Menschen auf so furchtbare Weise ihr Leben verloren. 

Quelle:

The Sun

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