Operation im Mutterleib: Ärzte retten Baby das Leben.

Für ein Paar gibt es nichts Schöneres, als die Geburt des eigenen Kindes. Auch Christopher Havill und Kristine Barry freuten sich unbändig, ihren ersten gemeinsamen Sohn bald in den Händen halten zu können. Doch einige Wochen bevor ihr Wonneproppen das Licht der Welt erblicken sollte, erhielten die beiden eine Hiobsbotschaft: Ihr Baby war schwerkrank.

Eine Ultraschalluntersuchung deckte bei dem Fötus gleich zwei schwerwiegende Fehlbildungen auf: Einerseits konnte das Herz des Ungeborenen nicht ausreichend Blut durch den Kreislauf pumpen, andererseits litt es zusätzlich unter einer Transposition der großen Arterien, d.h. einer Vertauschung der vom Herzen abgehenden Gefäße.

Die Ärzte bereiteten das Paar bereits auf das Schlimmste vor. Durch die unzureichende Sauerstoffversorgung im Körper des kleinen Jungen, hätte er tot auf die Welt kommen oder bereits nach wenigen Minuten sterben können.

Um das Leben von Christophers und Kristines Baby zu retten, griffen die Ärzte zu einer drastischen Maßnahme: Sie wollten das Herz des Ungeborenen noch im Mutterleib operieren. Solche Operationen kommen zwar immer öfter vor, bergen allerdings ein großes Risiko. 

Bei dem Eingriff verwendete der Chirurg ein sogenanntes Fetoskop, mit dem er in das Herz des Jungen eindrang und zwischen den Arterien eine Verbindung herstellte. Obwohl alles gut verlaufen war, gab es keine Garantie, dass es auch zum Erfolg geführt hatte. Die Gefahr einer Totgeburt war noch nicht gebannt.

Die Befürchtung sollte sich aber zum Glück nicht bewahrheiten. Am 23. März kam der kleine Sebastian per Kaiserschnitt gesund und munter auf die Welt – wenn auch rund vier Monate zu früh. Nach einer Woche wurde bei ihm eine weitere Operation durchgeführt, um sein Herzproblem ein für alle Mal zu beseitigen.

Mittlerweile ist der Kleine fast fünf Monate alt und entwickelt sich prächtig. Sein Herz muss zwar auch in Zukunft in regelmäßigen Abständen untersucht werden, aber immerhin wird er ein glückliches Leben führen können. Was sind da schon ein paar zusätzliche Arzttermine im Jahr?

Die Ärzte haben ein wahres Wunder vollbracht. Ohne sie hätte Sebastian wahrscheinlich seine eigene Geburt nicht überlebt. Jetzt steht einem langen und gesunden Leben nichts mehr im Wege!

Quelle:

dailymail

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