Kölnerin dankt Polizistin, die sie zu Tochter ins Krankenhaus brachte.

Silke J. aus Longerich in der Nähe von Köln erhält am Samstag Abend gegen 23 Uhr einen Anruf, vor dem sich jeder Elternteil fürchtet: Ihre 16-jährige Tochter wurde ins Krankenhaus eingeliefert. Der Teenager nimmt seit einigen Tagen ohne Probleme Penicillin ein, als sie plötzlich eine anaphylaktische Reaktion bekommt und dringend notärztlich versorgt werden muss. Zu diesem Zeitpunkt befindet sich das Mädchen auf der Großveranstaltung Kölner Lichter, auf der Tausende Leute zusammenkommen, um sich das Feuerwerk anzuschauen. 

Deshalb hat die Polizei auch weiträumig alle Straßen gesperrt. Die besorgte Mutter kommt aufgrund der Vollsperrung nicht zu ihrer Tochter ins Krankenhaus! In ihrer Verzweiflung wendet sie sich an eine Polizistin auf dem Motorrad. Ohne zu zögern begleitet die Beamtin die Rheinländerin mit Blaulicht durch die Absperrung bis zu den Pforten der Klinik. Auf Facebook startete die Mutter daraufhin einen Aufruf auf Facebook, um die Helferin in Uniform zu finden und sich bei ihr zu bedanken. 

"Ich möchte mich hier öffentlich bei der jungen Dame für ihre super schnelle Hilfe bedanken", schreibt sie. "Vor allem, da der Ruf der Polizei, aufgrund der Ereignisse in Hamburg, zur Zeit ziemlich leidet. Ich konnte so sehr schnell zu meiner Tochter gelangen und ihr bei Seite stehen. Ohne ihre Hilfe wäre ich erst Stunden später dort eingetroffen, weil der Verkehr nicht vorwärts ging. Meiner Tochter geht es schon wesentlich besser." 

Ihr Suchaufruf wird Hunderte Male geteilt. Und so erfährt Silke J. nur wenige Stunden später bereits den Namen der Motorradpolizistin und kann sich jetzt endlich persönlich bei ihr bedanken: "Es ist ein tolles Gefühl zu wissen, dass es noch viele Menschen gibt, für die Hilfsbereitschaft kein Fremdwort ist. Vielen lieben Dank dafür." 

Quelle:

Focus

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