Endlich bekommt das Baby mit dem Tumor die notwendige Operation.

WARNUNG: Dieser Artikel enthält Bilder, die auf manche Leser verstörend wirken können.

Mary und Mark Gundrum aus dem US-Bundesstaat Wisconsin sind glücklich verheiratet und haben bereits sieben Kinder, als Mary ein weiteres Mal schwanger wird. Sie verfügen also durchaus über reichlich Erfahrung in Bezug auf Schwangerschaften und blicken der Geburt ihres jüngsten Nachwuchses freudig und gelassen entgegen. Eine Ultraschalluntersuchung in der 20. Woche macht klar, dass Mary und Mark einen Jungen bekommen werden. Doch nach einem genaueren Blick auf das Bild verliert das Gesicht des Arztes jegliche Farbe ...

Youtube/Bostonchildrenshospital

Auf dem Monitor ist ein großer Zellklumpen neben dem Mund des Fötus zu sehen. Schnell wird klar, dass das Kind zwei verschiedene Fehlbildungen hat: zum einen eine Enzephalozele (Teile des Gehirns liegen außerhalb des Schädels) sowie eine Gaumenspalte. Beides für sich kann schon tödliche Auswirkungen haben oder, auch bei rechtzeitiger Behandlung, zu lebenslangen Behinderungen führen. 

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Die Eltern sind entsetzt von der Diagnose, doch ein Schwangerschaftsabbruch kommt für die beiden nicht in Frage. Mary trägt ihren Jungen bis zum Ende aus. Im Mai 2014 wird er geboren. Sie sind sehr glücklich über ihren Nachwuchs, wissen aber auch, dass sie eine große Herausforderung erwartet. Doch sie sind vorbereitet.

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Denn noch während der Schwangerschaft haben die beiden im Internet nach Behandlungsmöglichkeiten recherchiert. Dabei stoßen sie auf den Chirurgen John Meara. Der in Boston lebende Arzt hatte schon mehrfach mit ähnlichen Fällen zu tun. Er stimmt zu, der Familie zu helfen, warnt jedoch, dass der Eingriff sehr kompliziert wird. Kurz nach der Geburt des kleinen Dominic machen sie sich auf den Weg nach Boston, damit Dr. Meara den Eingriff vornehmen kann.

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Der Mediziner nimmt sich gründlich Zeit, um den Eltern genau zu erklären, wie der Eingriff aussehen wird. Dann ist es schließlich so weit: Dominic wird auf die lange Operation vorbereitet, für die zehn Stunden angesetzt sind. Dutzende Menschen werden während des Eingriffs zusammenarbeiten. Allen steht die Anspannung ins Gesicht geschrieben. 

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Bereits nach sechs Stunden ist jedoch klar: Dominic geht es gut, der Eingriff war ein voller Erfolg. Der kleine Junge hat alles mustergütig überstanden.

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Als erstes bemerken die Eltern, dass Dominic seine Augen jetzt viel freier bewegen kann. Nachdem er sich von der Narkose erholt hat, fängt er an, voller Energie zu strampeln und zu spielen. 

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Und dann tut er etwas, bei dem allen das Herz aufgeht: Dominic lächelt zum ersten Mal!

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Seine Genesung geht schneller voran, als alle erwartet hatten! Dominic muss zwar regelmäßig zur Nachsorge, aber im Umkreis seiner liebevollen Geschwister und Eltern hat er die besten Bedingungen, um sich zu erholen. 

Youtube/Bostonchildrenshospital

In folgendem Video kannst du die ganze Geschichte (auf Englisch) anschauen: 

Was für ein schönes Ende! Der kleine Dominic hat jetzt schon so viel Kampfgeist bewiesen, dass er garantiert zu einem großartigen Menschen heranwachsen wird. Dank gilt auch dem Chirurgen Dr. Meara, der diese schwierige Operation gemeistert hat. Heute ist Dominic zwei Jahre alt und erfreut sich bester Gesundheit. Er wächst ganz normal auf, doch für seine Familie wird er immer etwas ganz Besonderes bleiben.

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