Beunruhigend: Fotograf zeigt, wie gut Gesichtserkennung funktioniert.

Der russische Fotograf Egor Tsvetkov hat ein ungewöhnliches und ziemlich beunruhigendes Projekt erarbeitet: Sechs Wochen lang fuhr er mit den öffentlichen Verkehrsmitteln St. Petersburgs und fotografierte dabei mit seinem Smartphone ahnungslose Mitreisende.

Dann benutzte er eine Anwendung namens "FindFace", um die Abgelichteten mittels Gesichtserkennung auf Social-Media-Kanälen zu finden.

Die Ergebnisse sind erschreckend. In 70% aller Fälle konnte Tsvetkov die fotografierte Person leicht im Internet ausfindig machen. Über öffentliche Profile auf verschiedenen Plattformen lassen sich mit der Anwendung ganz einfach persönliche Informationen, wie Geburtstag, Arbeitsplatz, Beziehungsstatus und sogar Privatadressen herausfinden.

Tsvetkov nennt sein Projekt "Your Face is Big Data" (auf Deutsch "Dein Gesicht ist eine Datenmenge"), und will damit auf die Gefahren hinweisen, die sich im Zeitalter moderner Datenverarbeitung auftun, wenn man viele persönliche Informationen öffentlich zugänglich macht.

Wirklich beunruhigend, wie viel ein Fremder in der U-Bahn über einen herausfinden kann, wenn er es will. Eine gute Erinnerung, auch online immer auf darauf zu achten, dass die Privatsphäre gewahrt bleibt.

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