Bei Geburt vertauscht: 30 Jahre später erfahren alle die Wahrheit.

Im Jahr 1986 erwartete die damals 39-jährige Soja Tuganowa aus Tscheljabinsk, Russland, ihr drittes Kind. Die Schwangerschaft verlief ohne größere Komplikationen und pünktlich zum Geburtstermin meldete sie sich im Krankenhaus. Doch was dort geschah, sollte ihr Leben für immer verändern.

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Als Soja ihre Tochter nach der anstrengenden Geburt in den Armen halten durfte, war sie von dem blonden Schopf und den grauen Äuglein entzückt. Dann fielen der frischgebackenen Mutter aber erst einmal selbst die Augen zu. Einige Stunden später wachte sie wieder auf, aber das Kind, das eine Krankenschwester in ihre Arme legte, war nicht ihres. Sie gab der Schwester das Baby zurück und sagte: „Das ist nicht meine Tochter!“

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Die gestandene Frau war sich absolut sicher: Das Baby sah dem Mädchen, das sie noch vor wenigen Stunden auf die Welt gebracht hatte, nicht einmal ähnlich. Es hatte schwarze statt blonde Haare und dunkle statt graue Augen. Der Krankenschwester entglitten die Gesichtszüge, sie bestand darauf, dass es Sojas Tochter war. Daraufhin sprach die Frau mit den behandelnden Ärzten, aber man nahm ihre Sorgen nicht ernst. Die Ärzte versuchten, sie mit einem Hinweis auf das Namensschild an dem kleinen Füßchen zu überzeugen.

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Doch Soja ließ nicht locker. Als man ihr allerdings mit einem Psychotherapeuten drohte, bekam sie Angst: Wenn ihr Arbeitgeber Wind davon bekommen hätte, hätte sie womöglich ihren Arbeitsplatz bei der staatlichen Eisenbahngesellschaft verloren. Erst jetzt sprach sie mit ihrem Ehemann über ihren furchtbaren Verdacht – dieser beruhigte seine Frau und überredete sie, das Baby mit nach Hause zu nehmen: „Wenn es die Ärzte sagen, muss sie unsere Tochter sein.“

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Soja gab dem kleinen Mädchen den Namen Ekaterina und zog sie wie ihre eigene Tochter auf. Sie wuchs liebevoll und behütet auf, aber auch ihr entging es nicht, dass sie ihren Eltern nicht ähnlich sah. Erst als Ekaterina mit 30 Jahren bereits selbst eine eigene Familie hatte, platzte es aus ihrer Mutter bei einem gemeinsamen Fernsehabend heraus.

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Die junge Frau stand zwar zunächst einmal selbst unter Schock, aber sie wollte das Rätsel zusammen mit ihrer Mutter lösen. Soja erinnerte sich an eine Frau namens Elwira Tuligenowa, die im Krankenhaus zur gleichen Zeit eine Tochter bekommen hatte. Die beiden recherchierten ausgiebig, machten Elwiras Tochter Ljutschija ausfindig und kamen so der Wahrheit auf die Spur.

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Als Elwira mit „ihrer“ Tochter Ljutschija 1987 nach Hause kam, wurde sie von ihrem Mann beschuldigt, fremdgegangen zu sein. Nachdem sich das Paar getrennt hatte und ihre Mutter verstorben war, verbrachte Ljutschija den Großteil ihrer Kindheit in einem Kinderheim. Zuerst hielt die junge Frau alles für einen Scherz, doch ein DNA-Test bewies es: Ljutschija war tatsächlich Sojas leibliche Tochter.

Wenn du mehr über diese unfassbare Geschichte erfahren möchtest, kannst du dir dieses Video (auf Russisch) ansehen:

Auch Ärzten können Fehler unterlaufen, aber eine Mutter zu zwingen, das Kind einer anderen Mutter zu erziehen, nur weil man sich keinen Fehler eingestehen kann, ist unmenschlich. Unterdessen wollen die drei Frauen in Zukunft viel Zeit miteinander verbringen und die Vergangenheit hinter sich lassen. Und dafür kann man ihnen nur alles erdenklich Gute und viel Kraft wünschen!

Quelle:

Youtube

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