Ärzte empfehlen Eltern Viagra-Behandlung für neugeborene Tochter.

Annie Nilsson und ihr Mann Jared aus Los Angeles im US-amerikanischen Kalifornien sind überglücklich. Vor Kurzem hat ihre Tochter Elodie das Licht der Welt erblickt, und die stolzen Eltern freuen sich auf das Abenteuer „Leben“ mit ihrer kleinen Tochter. Doch das junge Glück bekommt schnell einen Dämpfer, als sie bemerken, wie Elodies Augen und schließlich das ganze Gesicht stark anschwellen. Kurz darauf bekommt Elodie furchtbaren Durchfall und muss sich ständig übergeben. Auch wächst sie nicht so, wie es für ein Baby in ihrem Alter normal wäre.

Als die beiden schließlich mit ihrem Baby zum Arzt gehen, stellt sich heraus, dass Elodie unter einer intestinalen Lymphangiektasie leidet. Dabei handelt es sich um eine Fehlbildung der Lymphgefäße. Annie erklärt es so: „Ihre Lymphgefäße waren praktisch undicht. So konnte sie keine Nährstoffe aufnehmen und war extrem mangelernährt.“

Gofundme/hope-for-elodie

Die Therapie, die die Ärzte vorschlagen, klingt für die besorgten Eltern erstaunlich: Elodie soll mit Sildenafil behandelt werden – dem gleichen Wirkstoff, der in der Potenzpille Viagra verwendet wird. Normalerweise als Mittel gegen Erektionsstörungen gedacht, ist die Pille auch zur Behandlung von Venen- und Lymphkrankheiten sinnvoll.

Wikimedia/SElefant

Leider bezahlt die Versicherung das Mittel nicht, genauso wenig eine wichtige monatliche Injektion für Elodie. Um Aufmerksamkeit auf den Fall zu lenken und das Geld für die Kosten aufzubringen, eröffnet die Familie auf GoFundMe eine Spendenkampagne und eine Petition auf change.org. Sie benötigen insgesamt ungefähr 16.000 US-Dollar (ca. 15.000 €) und haben bisher etwas über 6.000 Dollar (ca. 5.600 €) zusammenbekommen.

Es ist traurig, dass Elodies Eltern sich nicht nur um ihre kranke Tochter kümmern müssen, sondern auch noch darum kämpfen müssen, dass sie das wichtige Medikament bezahlen können. Es bleibt zu hoffen, dass beide Kampagnen erfolgreich sind. Bleib tapfer, kleine Elodie!

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