Mutter bekommt Baby 14 Jahre nach tragischem Verlust ihrer Kinder.

Es ist das Jahr 2003 und Weihnachten steht kurz der Tür, als die junge Mutter Erin Weaver eine Entscheidung trifft, die sie bis heute so sehr bereut wie sonst nichts in ihrem Leben. Mark Fregia, der Ex-Partner der Kalifornierin, meldet sich wieder bei ihr und fragt, ob er sie und die gemeinsame Tochter Devlin (6) sowie Sohn Daelin (2) zum Weihnachtseinkauf mitnehmen darf. Mark hatte sich zwar ihr gegenüber in der Vergangenheit oft gewalttätig verhalten, doch die zweifache Mutter möchte ihm trotzdem die Chance geben, Zeit mit den Kindern zu verbringen, und willigt ein ... 

Mark holt sie und die Kinder wie versprochen mit dem Auto ab. Doch statt zum Einkaufszentrum abzubiegen, fährt er mit ihnen wortlos immer weiter aus der Stadt heraus – bis auf die Autobahn. Er fährt rechts ran, greift unter den Sitz und holt völlig unvermittelt einen Kanister mit Benzin hervor. Mark begießt die junge Mutter mit der brennbaren Flüssigkeit und zündet sie an. Anschließend flieht er, während Erin, am ganzen Körper brennend, noch versucht, ihre Kinder aus dem Auto zu holen. 

Retter ziehen sie schließlich aus dem Wagen. Doch für ihre Tochter Devlin und ihren Sohn Daelin kommt jede Hilfe zu spät: Die kleinen Kinder sind schon wenige Sekunden gestorben, nachdem sie die giftigen, beim Brand freigesetzten Gase eingeatmet haben. Erin selbst verbringt nach diesem feigen Anschlag zweieinhalb Monate im Koma. 85 Prozent ihres Körpers sind verbrannt, sie ist seit dem Unfall auf dem linken Auge blind und hat das Gefühl in Fingern und Füßen verloren. Mark wird zu zweimal lebenslänglich verurteilt, doch das ist wenig Trost für die Mutter, der ihre Kinder auf so grausame Art und Weise entrissen wurden. 

„Ich fühlte mich so verloren“, erzählt Erin. „Ich wusste nicht, wie ich mein Leben leben sollte, ohne eine Mutter zu sein. Sechs Jahre lang weinte ich jeden Tag den ganzen Tag lang.“ Die US-Amerikanerin wünscht sich nichts sehnlicher als ein weiteres Kind. Aber die Jahre gehen ins Land und ihr Wunsch scheint nicht mehr in Erfüllung zu gehen. Bis ihre Nachbarin ihr einen Mann vorstellt, den sie kennen und lieben lernt. Kurz vor ihrem 40. Geburtstag erfährt Erin, dass sie erneut schwanger ist. 

Während der Schwangerschaft stellt Erin manchmal die Urne mit der Asche ihrer verstorbenen Kinder auf ihren Bauch. Sie glaubt, dass ihr ungeborenes Baby und ihre Kinder so eine Verbindung finden, was ihr Trost gibt. Im April wird schließlich das kleine Wunder geboren, auf das sie nicht mehr zu hoffen gewagt hatte: ihre Tochter Kealani, was auf Hawaiianisch „weißer Himmel“ bedeutet.

„Ich bin so glücklich“, freut sich die frischgebackene Mutter. „Ich werde ihren großen Bruder und ihre Schwester niemals vergessen. Aber wenn ich nun weinen muss, gibt es etwas, das mich wieder herausholt und mich zum Lächeln bringt.“

Erins seelische Wunden werden wohl niemals verheilen. Aber 14 Jahre nach ihrem schlimmsten Schicksalsschlag konnte sie noch einmal neues Leben schenken. Und sobald Kealani groß genug ist, wird ihr Erin von ihren Geschwistern Devlin und Daelin erzählen, die in ihrer Erinnerung immer weiterleben werden.

Quelle:

Times Herald

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