Schlimm: Ein 3-jähriges Mädchen wird durch Zeckenbiss paralysiert.

Ein verstörendes Video wurde von Amanda Lewis aus La Grande im US-amerikanischen Bundesstaat Oregon auf Facebook hochgeladen. Darin zu sehen war ihre 3-jährige Tochter Evelyn mit ihrem Vater Lantz Lewis: Die Kleine fiel immer wieder hin und benahm sich merkwürdig, während er versuchte, sie wieder aufzurichten.

Facebook/Amanda-Lewis

„Wir hatten einen ziemlich verstörenden Morgen, […] ich wollte das teilen, damit sich der Rest von euch dieser Sache bewusst ist“, schrieb Amanda in einem Facebookpost.

Dabei hatte das seltsame Verhalten ihrer Tochter bereits am Abend zuvor nach dem abendlichen Bad begonnen. Evelyn wollte nicht aufstehen, um ihren Schlafanzug anzuziehen. Sie benahm sich quengelig, woraufhin ihre Mutter die ganze Nacht bei ihr blieb.

Als sich dann die 3-Jährige am nächsten Morgen kaum mehr auf den eigenen Beinen halten konnte, bekam es das Ehepaar Lewis mit der Angst zu tun.

Lantz selbst litt nämlich unter einem seltenen Hirntumor, den man eher bei Kindern findet. Als er bei der amerikanischen Marine seinen Dienst tat, wurde der Krebs entdeckt. Könnte es sein, dass er der Kleinen seine Krankheit vererbt hatte? Genau dieser Verdacht kam auf.

„Heute Morgen fiel es ihr schwer zu stehen. Sie konnte kaum gehen oder krabbeln und hatte Schwierigkeiten, ihre Hände zu benutzen. […] Wir haben uns entschieden, sie in die Notaufnahme zu bringen, […] weil ihre Symptome schlimmer wurden und in Anbetracht von Lantz' Krebsgeschichte waren wir ziemlich besorgt“, erklärte Amanda weiter.

Amanda und Lantz brachten daraufhin ihre Tochter in die Intensivstation. Als der Arzt sie untersuchte, fand er die Ursache der Teillähmung, die die Kleine zeigte.

Facebook/Amanda-Lewis

Der behandelnde Arzt sagte den Eltern, dass er in den letzten 15 Jahren kaum ein Dutzend Kinder in Behandlung gehabt habe, die ähnliche Symptome zeigten, und vermutete daher, dass es sich um eine bestimmte Infektion handeln müsse. Und tatsächlich: Man fand in ihren Haaren eine „Hundezecke“ (engl. „dog tick“). Sie hatte die Teillähmung ausgelöst.

Wikipedia/Dermacentor variabilis/Sam Droege/CC BY 2.0

Gefährlich kann es werden, wenn die Behandlung nicht schnell genug erfolgt. Nach einer Zeitspanne von mehreren Tagen verschärft sich die Paralyse bis zum Einsetzen von Atemlähmung; dann tritt der Tot ein.

Wikipedia/American Dog Tick (Dermacentor variabilis)/Jerry Kirkhart/CC BY 2.0

Nachdem die Zecke entfernt worden war, ging es der Kleinen schon nach einem Tag wieder gut. Nur ein Juckreiz an der Stelle des Zeckenbisses piesackte Evelyn noch die nächsten Tage.

Im folgenden Video von Amanda werden die Auswirkungen einer Teillähmung besonders deutlich:

„Sie ist nun wieder ganz das alte lebhafte Mädchen“, schrieb Amanda zuletzt auf Facebook. In diesem Fall ist noch alles gut gegangen, doch sollte die Zeckenzeit nicht auf die leichte Schulter genommen werden und Eltern sollten sich dieser Gefahr bewusst sein.

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