Einfach daneben! Kind mit Behinderung wird Opfer von Cybermobbing.

Es ist Winter 2013. Jenny Smith und ihr Freund Kendyl aus dem US-Bundesstaat Alabama freuen sich auf die Geburt ihres Sohnes Grayson. Am 15. Februar 2013 ist es schließlich so weit: Der Kleine erblickt das Licht der Welt. Doch dann geht etwas ganz gewaltig schief. Jenny erinnert sich noch gut: „Am 15. Februar haben wir unseren süßen, kleinen Grayson auf die Welt gebracht. Sobald er geboren war, haben wir nervös auf seinen ersten Schrei gewartet. Und gewartet. Da ist mir das Herz in die Hose gerutscht.“

Ein paar Minuten später ertönt zum Glück ein erster Laut, doch er ist noch sehr schwach. Jenny spürt, dass hier irgendetwas ganz und gar nicht in Ordnung ist. „Ich habe meine Ärztin gefragt, was mit ihm nicht stimmt. Sie hat nur geantwortet, dass sie es auch nicht wisse. Ich habe Kendyls und meine Mutter gebeten, den Raum zu verlassen. Ich wusste, dass Grayson um sein Leben kämpft. Und ich begann zu weinen.“ Der Säugling wird nach Atlanta in eine Spezialklinik gebracht. Als Jenny erfährt, was mit Grayson los ist, bekommt sie es mit der Angst zu tun: „Er atmete allein. Doch er hatte eine riesige Unebenheit am Schädel. Er hatte keine Knochen in den Daumen, nur drei Zehen an jedem Fuß und kam mit einer Gaumenspalte zur Welt."

Youtube/Inside Edition

Insgesamt hat Grayson bei seiner Geburt 22 Geburtsfehler. Die Ärzte machen Jenny und Kendyl keine allzu großen Hoffnungen und empfehlen ihnen, sich darauf einzustellen, dass der Junge nicht überleben wird. Doch als sie ihren Kleinen im Arm halten, sind die Eltern fest entschlossen, ihn nicht aufzugeben und um ihn zu kämpfen.

Während der nächsten drei Jahre verwenden Jenny und Kendyl alle Energie darauf, Grayson die bestmögliche Versorgung zu ermöglichen. Eine Vielzahl an Eingriffen und Therapien haben seine Lebensqualität immer weiter verbessert, und die Eltern sind unglaublich stolz auf ihren kleinen Kämpfer. Um die enormen Behandlungskosten bezahlen zu können, starten sie eine Spendenkampagne. Was jedoch dann passiert, können sie kaum glauben. 

Jemand lädt Graysons Foto herunter und manipuliert das Bild. Der Unbekannte schreibt in das Bild: „Wie du aussiehst, wenn deine Eltern Cousin und Cousine sind.“ Jenny ist außer sich: „Wie kann man nur so grausam sein?“ Sie ist fassungslos, dass sich jemand so gemein über ein krankes Kind lustig macht. Doch sie ist fest entschlossen, über solchen Gemeinheiten zu stehen.

Dennoch muss sie einen Weg finden, mit dieser Gemeinheit umzugehen. Um sich mit anderen betroffenen Eltern auszutauschen, erstellt sie die Facebook-Seite Grayson's Story (Graysons Geschichte). Aus dem ganzen Land kommen ermunternde Worte, immer mehr Menschen schreiben Jenny, dass sie auch schon einmal Opfer von Mobbing im Internet geworden seien. Einige melden sich auch, um sich zu entschuldigen. Jenny ist von so viel Anteilnahme tief berührt: „Es war richtig herzerwärmend, diese Entschuldigungen zu lesen, wenn Leute schrieben: 'Ich war auch einer von denen, die gelacht haben. Ich habe seine Geschichte gelesen und möchte mich jetzt entschuldigen.'“

Bald melden sich auch andere Eltern von Kindern mit Behinderungen. Sie tauschen sich über Arztkosten aus, über Schwierigkeiten im Alltag und über ihre Hoffnungen. Jenny möchte alle Eltern ermutigen: „Gebt nicht auf, am Ende werdet ihr für eure Ausdauer belohnt.“

Heute ist Grayson drei Jahre alt, und auch wenn sein Kampf weitergeht, ist er nicht auf sich allein gestellt. Seine Familie unterstützt ihn auf jedem Stück des Weges. Und er hat jetzt schon bewiesen, was für ein riesiges Kämpferherz in ihm schlummert.

Quelle:

CBS newsFacebookYoutube

 

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