Ehrlich: Junge Frau beschreibt schonungslos, was Muttersein bedeutet.

Gylisa Jaynes aus dem britischen Cornwall hat vor anderthalb Jahren ihre Tochter Lily zur Welt gebracht. Seitdem schreibt die junge Frau ihren eigenen Blog, um ihre Erfahrungen als Mutter zu teilen. "Ich denke, es ist so wichtig, über die 'echte Seite' der Mutterschaft zu sprechen", so die Britin. "Der Übergang zum Elternsein kann ganz schön überwältigend sein, also braucht es Menschen, die ehrlich darüber sind." Und so zählt sie auch die Dinge auf, die einem vor dem Kinderkriegen keiner gesagt hat: 

"Während meines ersten Jahres als Mutter gab es unzählige Momente, in denen ich dachte: Warum hat mir das keiner vorher gesagt?

Ich finde, beim Geburtsvorbereitungskurs sollten sie einem ein Video zeigen, das alle jene Seiten der Mutterschaft aufzeigt, die im Aufklärungsunterricht ausgelassen werden. Zum Beispiel: Niemand hat mir gesagt, dass es okay ist, dass man sein Baby nicht sofort 'liebt', wenn es dir frisch aus dem Ofen in den Arm gedrückt wird. Es ist in Ordnung. 

Niemand hat mir gesagt, dass das Zusammennähen da unten noch mehr weh tut, als ein 3-Kilo-Baby auf die Welt zu bringen. 

Niemand hat mir gesagt, dass Stillen weh tut. Es ist geprägt davon, dass jemand zum ersten Mal so aggressiv an den Nippeln saugt und es dauert ein, zwei Wochen, bis der Schmerz nachlässt. Ab dann kann dein Partner auch wundervolle Stillfotos schießen, auf denen du lächelst und nicht mehr die Zähne zusammenbeißt und heulst. 

Niemand hat mir gesagt, dass JEDER eine Meinung über dein Baby hat - wie man es füttern, kleiden, nennen, wiegen soll... warum man es nur fünf Sekunden täglich im Arm wiegen sollte, weil es sonst ein verzogenes kleines Gör wird... und dass man eine Rabenmutter ist, wenn man es nicht 24 Stunden lang an sich drückt... und so weiter.

Niemand hat mir gesagt, dass ich niemals, wirklich NIEMALS wieder allein sein werde. Das schließt auch Kacken, Duschen und Rasieren mit ein. Vor allem wenn sie älter werden und deine Intimrasur auffällig interessant finden und du hoffst, dass sie keinen Schaden fürs Leben davontragen...

Niemand hat mir gesagt, dass man sich so sehr daran gewöhnt, nicht alleine zu sein, dass man die Kleinen sogar vermisst, wenn sie ein Nickerchen machen, weil sie so süß sind. So süß... O Gott, hat sie gerade die Augen geöffnet? Rette sich, wer kann! 

Niemand hat mir gesagt, dass die Nachwirkungen der Schwangerschaft ewig dauern... Man ist also ungefähr zwei Jahre lang schwanger. Wie ein Elefant. Genauso fett fühle ich mich auch. 

Niemand hat mir gesagt, dass - obwohl ich mich anfangs fühlte, als würde ich das niemals schaffen - ich mich auf meine Instinkte verlassen kann und dass jeder das hinbekommt. Bei manchen sieht es nur einfacher aus als bei anderen. 

Niemand hat mir gesagt, dass sie sich nach der Geburt  alleine, verletzt, merkwürdig und gar nicht wie sie selbst gefühlt haben. Bis ich mich eines Tages getraut habe, darüber zu sprechen und meine Worte mit Tausenden von euch geteilt habe. Von denen so viele sich genauso gefühlt haben. Und dann habt ihr mir gesagt, dass diese Gefühle nicht ewig andauern. Es wird besser, es geht vorbei. Und es ist es alles wert." 

Schonungslos und witzig beschreibt die junge Frau, was das Muttersein ebenfalls alles mit sich bringen kann. Doch das ist auch für Gylisa nur die eine Seite der Medaille: "So viel ich auch über die oft anstrengenden Aspekte des Elternseins geschrieben habe, es gibt unzählige wundervolle Momente." 

Quelle:

The Sun

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