Paar erlebt auf Hochzeitsreise ein schreckliches Erwachen.

Emma und Justin Cotillard aus Großbritannien waren ein frisch vermähltes Paar. Überglücklich traten die beiden ihre Hochzeitsreise an. Sie hätten sich jedoch in ihren schlimmsten Alpträumen nicht ausmalen können, dass diese der Anfang eines wahren Horrortrips werden würde. 

Eines Morgens auf der Hochzeitsreise erschrak Justin seine Frau zutiefst. "Er wachte auf und schrie mich an, ich solle des Zimmer verlassen", erinnert sich Emma. Zu dieser Zeit war die heute 34-Jährige gerade im 7. Monat schwanger und völlig überfordert mit dem unerklärlichen Verhalten ihres Mannes. Als sie ihren noch aufgebrachten Mann nach dem Grund seines plötzlichen Ausbruchs befragte, erhielt sie eine unglaubliche und schreckliche Antwort. 

"Er konnte sich nicht mehr daran erinnern, dass ich mit unserem ersten Kind im siebten Monat schwanger war", berichtet Emma. "Er dachte, ich wäre eine fremde Person." 

Das Paar musste die Hochzeitsreise vorzeitig abbrechen und kehrte zurück nach England. Dort zeigte ein MRT, dass Justin an der aggressivsten und tödlichsten Form eines Hirntumors litt. Es handelte sich um ein unheilbares Glioblastom. Mit einer Operation sowie anschließender Chemotherapie und Bestrahlung blieben Justin laut Ärzten nur noch 2 Jahre Lebenszeit. Diese Diagnose war erschütternd. 

Aufgrund des psychischen Stresses brachte Emma die kleine Mia bereits 5 Wochen früher zur Welt, doch sie war gesund. Noch am gleichen Tag, am 17. August 2015, startete Justin seine erste Radiotherapie. Er konnte sein Neugeborenes daher anfangs nur an den Wochenenden sehen. 

Nach 4 Monaten zeigte ein weiterer Hirnscan, dass der Tumor wieder gewachsen war und bereits gestreut hatte. Es war der aggressivste Tumor, den die Ärzte in den letzten 10 Jahren gesehen hatten. Im Oktober 2015 rückte das Ende scheinbar immer näher. Emma erinnert sich an ein Gespräch mit Justins Ärzten: "Sie gaben mir zwei Wochen Zeit, meinen Mann mit nachhause zu nehmen, bevor er stirbt". 

Doch entgegen allen Prognosen lebte Justin noch 7 weitere Monate, in denen er seinen 30. Geburtstag und Weihnachten feiern konnte. Er wurde schließlich im einem Hospiz untergebracht. Irgendwann war das Personal dann der Überzeugung, dass Justins Ende nun gekommen sei. Doch er wollte noch nicht sterben. Es schien, als würde er auf etwas warten und Emma konnte sich schon denken, was es war.

Justin wollte unbedingt noch einmal seine Tochter sehen. Seit 2 Tagen durfte sie ihn nicht besuchen, weil sie Windpocken hatte. Das Personal entschied sich, die Regel zu lockern, damit Mia und Justin sich noch einmal begegnen können. Dazu kam es leider nicht mehr: "Ich kam zurück in sein Zimmer, legte mich zu ihm und sagte ihm, dass Mia auf dem Weg zu ihm sei. Das war der Moment, in dem er losließ. Er starb in dem Wissen, dass es Mia gut geht", erinnert sich Emma. 

Seit dem Tod ihres Mannes im Mai 2016 setzt sich Emma für Hirntumorpatienten und deren Angehörige ein. Sie sammelt spenden und engagiert sich als freiwillige Helferin bei der Brain Tumor Charity, einer gemeinnützigen Organisation in Großbritannien. 

Oft zeigt sich der Hirntumor anfangs durch harmlose Symptome, die von vielen Betroffenen ignoriert werden. Eines von Emmas Zielen ist es, die Sensibilität der Menschen dafür zu erhöhen. Auch bei Justin waren nämlich bereits vor der Hochzeit Veränderungen in seinem Verhalten wahrnehmbar. 

"Sein Verhalten wurde unberechenbar. Er lief in Kreisen auf und ab. Manchmal redete er etwas undeutlich", erzählt Emma. Sie schob das auf seine Nervosität vor der anstehenden Hochzeit. Doch auch alle Gäste auf der Hochzeit meinten, dass mit ihm etwas nicht stimmte. 

An einen Hirntumor dachte trotzdem keiner. Emma fiel nach seinem Tod ein weiteres Detail auf: "Wenn man sich heute die Hochzeitsfotos genau anschaut, kann man erkennen, dass die rechte Seite seines Gesichts schlaff ist".

Emma möchte mit ihrer Geschichte andere Menschen dazu anhalten, bei ersten Symptomen einen Arzt aufzusuchen. In vielen Fällen sind Hirntumore nämlich heilbar, wenn sie nur rechtzeitig erkannt werden. Auch bei einem Glioblastom kann durch eine rechtzeitige Therapie die Lebenszeit erheblich verlängert werden. 

Quelle:

mirror upsocl 

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