Seine Duscherei auf öffentlichen Toiletten hat einen Grund. Dieser Mann möchte nicht, dass seine Töchter ein Geheimnis erfahren.

Der Fotojournalist GMB Akash berührt mit einem Facebook-Post viele Menschen auf der ganzen Erde. Darin wird die Geschichte eines armen Mannes erzählt, der jeden Tag hart arbeitet, um seine Kinder durch die Schule zu bringen. Einen Ort, den er nie besuchen durfte. Der Mann berichtet:

„Ich hatte meinen Kindern nie erzählt, was mein Beruf ist. Ich wollte nicht, dass sie sich meinetwegen schämen. Wenn meine jüngste Tochter fragte, was ich mache, sagte ich ihr meist zögernd, dass ich ein Arbeiter wäre.

Jedes Mal bevor ich nach Hause kam, hatte ich mich auf öffentlichen Toiletten gewaschen, damit sie kein Indiz davon bekämen, welcher Arbeit ich nachgehe. Ich wollte meine Töchter zur Schule schicken, damit sie unterrichtet werden.

Pixabay/ludi

Ich wollte, dass sie vor anderen Leuten in Würde stehen können. Ich wollte nie, dass jemand auf sie herabblicken würde, wie es jeder mit mir tat. Viele Leute haben mich immer gedemütigt. Jeden Cent meiner Ersparnisse habe ich in die Ausbildung meiner Töchter investiert. Ich habe mir nie ein neues T-Shirt gekauft; stattdessen habe ich Bücher für sie gekauft. Ich wollte nur, dass sie Respekt für mich verdienen. Ich war ein Putzmann.

Shutterstock/wolfness72

Einen Tag bevor meine Tochter zur Universität zugelassen werden sollte, hatte ich nicht genügend Geld für die Aufnahmegebühr. Ich konnte an dem Tag nicht arbeiten, saß neben dem Müll und versuchte mit Mühe, meine Tränen zu verbergen. Meine Kollegen beobachteten mich, jedoch kam niemand zu mir. Ich hatte versagt und mein Herz war gebrochen.

Mir war nicht klar, wie ich meiner Tochter begegnen sollte; was ich sagen sollte, wenn sie wegen der Aufnahmegebühr fragen würde, sobald ich von der Arbeit zurückkäme. Ich wurde arm geboren. Ich glaubte, dass einem armen Menschen nichts Gutes widerfahren könnte.

Shutterstock/Moolek995

Nach der Arbeit kamen alle meine Kollegen zu mir, setzten sich neben mich und fragten, ob ich sie als Brüder ansehen würde. Noch bevor ich antworten konnte, gaben sie mir ihren Tageslohn. Als ich ablehnte, blieben sie hartnäckig: ’Wir hungern heute, wenn nötig, doch unsere Tochter muss auf die Universität gehen.’ Darauf konnte ich nicht antworten. An jenem Tag duschte ich mich nicht, ich ging als Putzmann nach Hause.

Bald wird meine Tochter ihren Universitätsabschluss machen. Drei meiner Töchter wollen mich nicht mehr zur Arbeit gehen lassen. Eine hat eine Teilzeitstelle und drei von ihnen geben Nachhilfe. Aber sie bringt mich oft zu meinem Arbeitsplatz; bringt Essen für mich und alle meine Kollegen.

Sie lachen und fragen, warum sie so oft etwas mitbringt. Meine Tochter sagte meinen Kollegen: ’Ihr alle habt einen Tag gehungert, damit ich diejenige werden konnte, die ich heute bin. Betet für mich, dass ich euch allen Essen bringen kann, jeden Tag.’

Pixabay/collusor

Mittlerweile fühle ich mich nicht mehr wie ein armer Mann. Man kann nicht arm sein, wenn man solche Kinder hat!“

Dieser Mann hat sehr viel für seine Töchter getan und kann uns ein Beispiel geben. Wir vergessen manchmal schnell, was unsere Eltern für uns opfern, damit wir es besser haben. Hoffentlich erfahren sie alle wenigstens einmal Dank dafür.

Quelle:

GMB Akash

Kommentare

Auch interessant