15-Jähriger bringt Tampons zur Schule, um ein Zeichen zu setzen.

Der 15-jährige Jose Angel Garcia ist ein echter Glückspilz, denn alle Mädchen seiner Schule bewundern ihn und himmeln ihn an. Es liegt allerdings nicht daran, dass er ein Schönling oder ein Held des Schulsports ist. Den Respekt hat sich der Schüler aus Miami, Florida (USA), mit einer grandiosen Aktion verdient.

Denn als er bemerkt, dass seine (männlichen) Mitschüler immer wieder von der Menstruation sprechen, als sei sie etwas Ekliges oder Unnatürliches, setzt er ein deutliches Zeichen. Seine Idee, um diesem Trend ein Ende zu setzen, ist so einfach wie genial.

Er bringt täglich Tampons und Damenbinden mit in die Schule. Zu oft hat er mitangesehen, wie seine Freundinnen zu unhygienischen Lösungen greifen mussten, zu oft hat er gehört, wie sich Mitschüler darüber lustig machten, und zu oft hat er gespürt, wie unangenehm es den Mädchen an seiner Schule war.

Er fordert die anderen Jungs heraus. Unter dem Hashtag #realmensupportwomen („Echte Männer unterstützen Frauen.“) fordert er sie auf, seinem Beispiel Folge zu leisten. Die Mädchen an seiner Schule sind begeistert, doch er muss auch einiges an Häme einstecken.

Davon lässt der Junge sich jedoch nicht abschrecken. In einem öffentlichen Tweet macht er seinen Plan bekannt. Er will die Mädchen an seiner Schule unterstützen. Jose schreibt: „An alle Mädchen, die mir folgen: Ihr seid jederzeit willkommen, euch bei mir die Produkte abholen, die ihr braucht. Ganz ohne Kommentar, ohne Spott. Und ich lade alle ein, es mir gleichzutun. Wir sollten uns alle gegenseitig helfen – es ist nicht nötig, mir zu danken.“

Jose macht mit seiner Aktion weiter und bald schon hat er über 30.000 Fans bei Twitter, die mächtig Respekt vor ihm haben und ihn dabei unterstützen, mit diesem Stigma aufzuräumen. Nicht nur seine Mutter ist zu Recht stolz auf ihn.

Die Dankbarkeit der Mädchen ist ihm gewiss, dennoch ist es wichtig, dass alle dazu beitragen, mit solch ungesunden Vorurteilen aufzuräumen. Ein gesundes Verhältnis zur Körperlichkeit hilft allen, egal, ob männlich oder weiblich.

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