Schwangere entscheidet sich dafür, Zwillinge mit Down-Syndrom zu behalten.

Julie McConnel und ihr Ehemann Dan aus Boise (Idaho, USA) haben einen gemeinsamen kleinen Sohn, sowie drei Kinder im Teenageralter aus vorherigen Ehen. Die Eltern wünschen sich unbedingt noch ein kleines Schwesterchen für die Kinder, um die Familienplanung abzuschließen. Doch wie immer im Leben kommt es ganz anders als geplant. Als die 45-Jährige schwanger wird, erfährt sie, dass sie kein Mädchen, sondern zweieiige Zwillingsjungen erwartet. 

Im Wissen, dass eine Schwangerschaft in ihrem Alter auch eine Risikoschwangerschaft ist, lässt Julie die ungeborenen Babys auf das Down-Syndrom testen. "Es war nervenaufreibend. Der Ultraschall zeigte bereits einige Probleme, zum Beispiel Flecken auf den Herzen und Extra-Flüssigkeit", erinnert sich Julie. "Wir waren nicht überrascht, zwei Wochen später zu erfahren, dass beide Jungen an dem Down-Syndrom leiden. Trotzdem war es ein furchtbarer Tag und die Monate danach gehörten zu den qualvollsten, die wir jemals erlebt hatten." 

Getroffen von der frühen Diagnose, zerbricht sich das Paar nächtelang den Kopf über die Zukunft. Die vierfache Mutter glaubt nicht, in ihrem Alter noch den Anforderungen von Zwillingen mit besonderem Bedürfnissen gerecht werden zu können. Eine Abtreibung kommt für Julie aber auch nicht in Frage. Also entscheiden sie und ihr Mann sich dafür, die Jungen nach der Geburt zur Adoption freizugeben.

Doch das Paar, das sich bereit erklärt hatte, die Zwillingsbrüder zu adoptieren, bekommt wieder kalte Füße. Julie und Dan gehen daraufhin zu einem Treffen des örtlichen Vereins von Eltern mit Down-Syndrom-Kindern, um zu sehen, was das wirklich heißt: Ein Kind mit Trisomie 21 aufzuziehen. "Es gab ein Picknick und wir trafen all diese wundervollen Familien, die ihre Erfahrungen mit uns teilten", erzählt die Amerikanerin. "Es war hart für mich, all das während meiner Schwangerschaft zu hören. Aber ich verstand, was diese Eltern mir klar machen wollten: Das es nicht so schlimm ist. Du liebst deine Kinder, egal, was mit ihnen ist. Als wir endlich beschlossen, dass wir uns nicht von Angst leiten lassen wollen, war es einfach, eine Entscheidung zu treffen." 

Youtube/Inside Edition

Julie und Dan entscheiden sich für die Babys. Für ein Leben mit den Zwillingen als festen Teil ihrer Familie. Eine Entscheidung, die sie nie bereut haben: "Als ich Milo und Charlie nach der Geburt zum ersten Mal sah, sprang mir fast das Herz aus der Brust. Ich war sofort verliebt", schwärmt die Mutter. "Es ist schwer, sich ein Leben ohne sie vorzustellen. Aber ich bin mir sicher, dass ich sie jeden Tag vermissen würde, wenn wir sie zur Adoption freigegeben hätten." 

Youtube/Inside Edition

Hier siehst du ein Video der beiden quirligen Brüder in Aktion: 

Die McConnels sind nun eine achtköpfige Familie und lieben die beiden Nachzügler Milo und Charlie abgöttisch. Man kann die beiden Sonnenscheine nicht anschauen, ohne dass man selbst zu lächeln beginnt! Nach dem ersten Schock der Diagnose, sind die Eltern nach wie vor froh, dass sie sich so viele Gedanken gemacht haben, um eine wohlüberlegte Entscheidung zu treffen.

Youtube/Inside Edition

"Ich hatte keine Ahnung, was mich mit den beiden erwartet, als ich schwanger war, aber ich bin so dankbar, dass wir beschlossen haben, es selbst herauszufinden", so Julie." Wenn immer alles so verlaufen würde, wie geplant, würde man auch eine Menge toller Dinge verpassen."

Quelle:

Little Things

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