Mutter opfert ihr Leben für ihr ungeborenes Kind.

Wie sehr hatten Karisa Bugal aus Aurora im US-Bundesstaat Colorado und ihr Mann Wes sich auf ihr erstes Baby gefreut. Das Paar erwartete einen kleinen Jungen.

Youtube/ USA TODAY

Voller gespannter Erwartung kamen sie im Krankenhaus an, um ihr Kind dort zu auf die Welt zu bringen. Karisas letzter Facebook-Post lautete: „Der einzige Grund, so früh aufzustehen, ist ein Baby.“

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Kurz vor der Geburt unterzog sich Karisa während ihrer Wehen einer Routineuntersuchung. Dabei kam etwas Grauenhaftes heraus: Sie litt unter einer Fruchtwasserembolie. Diese löst während der Geburt schwere organische Schäden bei Mutter und Kind aus. Überlebende erleiden dabei oft Hirnschäden, die Gefahr zu sterben ist extrem hoch.

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Das Herz des ungeborenen Babys kollabierte, und Karisa fürchtete um das Leben des Kleinen. Die Ärzte mussten nun rasch handeln und einen Notkaiserschnitt einleiten. Sie stellten Karisa dabei vor die Wahl: Entweder sie würden sie unter Vollnarkose operieren, was am schnellsten ginge, aber für ihr eigenes Leben sehr gefährlich wäre. Oder sie würde einen Kaiserschnitt ohne Vollnarkose bekommen, was für sie sicherer wäre, aber ihrem Baby kostbare Zeit stehlen würde. Karisas Mutterherz entschied sich für die Variante, bei der die Chance größer war, dass das Leben ihres Sohnes gerettet werden könnte, auch wenn dies ihren Tod bedeuten würde.

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Es war die letzte Entscheidung, die Karisa in ihrem Leben traf: Dank der raschen Operation unter Vollnarkose konnte ihr Sohn auf die Welt gebracht werden. Der kleine Declan lebte und atmete. Ihre letzten Worte galten ihm, als Karisa fragte, wie viel ihr Sohn wiegt. Mit dem Wissen, dass ihr Baby 3,4 Kilo auf die Waage bringt, starb Karisa.

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Vater Wes weiß nicht, wie er seinem Sohn später einmal erklären soll, warum seine Mutter nicht mehr da ist. Er ist sich aber sicher, dass es den kleinen Jungen trösten wird zu wissen, dass all ihre Sorgen und Liebe ihm galten. 

„Haltet das fest, was ihr liebt“, rät Wes allen Menschen. Deshalb lässt er auch jeden Moment mit Declan fotografisch einfangen. Egal, was passiert, diese Aufnahmen wird ihm keiner nehmen können.

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Eines Tages wird er seinem Sohn auch die Fotos zeigen, die Karisa voller Freude auf die Geburt ihres Kindes machen ließ. So kann er sich wenigstens ein Bild von der Frau machen, die ihn so sehr geliebt hat, die er aber nie kennenlernen durfte.

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Die gesamte Geschichte von Declans dramatischer Geburt und dem Tod seiner Mutter Karisa kannst du dir hier noch mal ansehen (auf Englisch):

Hoffentlich verkraften Wes und sein Sohn diesen dramatischen Start in ihr gemeinsames Leben. Wie viel die Liebe einer Mutter zu ihrem Kind bedeutet, zeigt diese Geschichte: Es ist eine Liebe, die über jede Vernunft hinaus geht, bis in den Tod.

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