Sanitäter zeigt drastisch, was "wirklicher" Fall für Notaufnahme ist.

Kay Müller aus dem schwäbischen Esslingen arbeitet seit Jahren als Rettungsassistent. Der schmale Grat zwischen Leben und Tod, bei dem jede Minute zählt, ist sein täglich Brot. Mit diesem Facebook-Post prangert er nun schonungslos an, was ihm schon lange auf der Seele brennt: 

"Wenn mich mal wieder ein wartender Patient vor der Notaufnahme fragt, warum er hier seit zwei Stunde warten muss (10 min) (und ja, das wird man gefragt, auch wenn man vom Rettungsdienst ist und nicht vom Krankenhaus.) WÜRDE ich gerne manchem dieses Bild zeigen. Ich bin sicher, er hat Verständnis, dass sein eingerissener Zehnagel oder Schnupfen noch weitere 3 Stunden warten kann. Das liebe Leute ist die Aufgabe einer Notaufnahme (Schockraum) nicht Euer seit 2 Tagen anhaltender verkackter Schnupfen, den schon längst der Hausarzt hätte therapieren können. Sorry für die Wortwahl, aber die Faulheit und die fehlende Selbstständigkeit der Menschen ist so erschreckend, dass ich mich frage, wie finden solche Menschen die nächste Notaufnahme aber nicht den Weg zum eigenen Hausarzt."

Die hat

Die harten und ehrlichen Worte des Sanitäters wurden bereits über 20.000 Mal geteilt und unter dem drastischen Bild wird rege kommentiert. Vor allem Menschen, die selbst im medizinischen Bereich tätig sind, sind ganz seiner Meinung: "Diesen Post müsste man in jeder Notaufnahme in den Wartebereich hängen!" fordert eine Userin und "Danke!!!! Ich denke JEDER Mensch, der im Gesundheitswesen arbeitet kann Deinen Unmut nachvollziehen!" Doch manch einer bittet auch um Verständnis, wie diese ehemalige Patientin: "Keiner kennt die vorherigen Schicksale, warum man vorher nicht zum Hausarzt gegangen ist. Und sollte Menschen nicht voreilig verurteilen, die dann ins Krankenhaus gehen." 

Was hältst Du von den Worten des Rettungsassistenten, der sich über das Verhalten so mancher Patienten in der Notaufnahme beschwert? 

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