Unbekannter hinterlässt unverschämte Notiz an Familienauto.

Kionna Montazeri wollte mit ihrem Mann Dusty und ihrer gemeinsamen 8-jährigen Tochter in ihrer Heimatstadt Oklahoma City eigentlich nur einen kleinen Ausflug in ein Restaurant der US-amerikanischen Kette „Olive Garden“ machen. Doch was sie erlebten, als sie aus dem Restaurant zum Parkplatz zurückkehrten, werden sie wohl nie vergessen.

Sie hatten auf einem Behindertenparkplatz geparkt. An ihrem Auto klebte ein Zettel, auf dem stand: „Behindert? Nein. Nur eure dicken, fetten Ärsche.“ Voller Entsetzen begab sich Kionna abends an ihren Computer und schrieb eine Nachricht für die Facebookgemeinde, um sie über den Vorfall zu informieren.

 

„BITTE TEILEN!!! Der Person, die heute diese Notiz an meinem Auto am 'Olive Garden' am Denkmal von Oklahoma City hinterließ, möchte ich sagen: 'Danke!' Ihr fehlgeleiteter und uninformierter Versuch, mich und meine Familie zu beschämen, bot mir die Gelegenheit, meiner 8-jährigen Tochter eine Lektion zu erteilen. Als sie diese Anmerkung sah, sagte sie: 'Mama, warum sollte das jemand tun? Sie kennen uns nicht einmal.' Das kommt von einem kleinen Mädchen, dessen Daddy es nie schaffen wird, es den Gang zum Altar entlang zu geleiten, weil er tatsächlich körperlich so sehr eingeschränkt ist. So erklärten wir ihr, dass einige Leute nur Hass in ihren Herzen tragen. Wir erklärten ihr außerdem, wie ihre Handlungen andere um sie herum tief beeinflussen können und dass sie sich der Gefühle anderer immer bewusst sein sollte. Ich erklärte ihr, dass sie Recht hatte. Diese Leute kennen uns nicht. Sie wussten nicht, dass mein Mann Muskeldystrophie hat und sein ganzes Leben dagegen ankämpft. Sie wussten nicht, dass, obwohl seine Ärzte ihm empfohlen hatten, vor Jahren in einen Rollstuhl zu gehen, er sich weigerte und stattdessen auf seinen eigenen Füßen stehen blieb, bis er schließlich ein letztes Mal fiel, sich beide Knie aufschlug und einen Knöchel brach. Sie verstehen nicht, dass wir die letzten zwei Jahre damit verbracht haben, uns an ein Leben anzupassen, in dem er nicht einmal aufstehen kann, um ins und aus dem Auto zu kommen. 

Sie sahen nicht, wie ich mir eine Sehne in der Schulter gerissen habe, als ich ihm half, sich umzusetzen. Sie haben keine Ahnung, dass er bereits mit chronischen Schmerzen lebt und dass ihre verletzenden Worte nur noch mehr dazu beitragen werden.  Sie wussten nicht, dass der Grund dafür, dass er einen Bauch hat, ist, dass keine Magenmuskeln da sind, um alles straff zu halten. Sie wussten nicht, dass unsere 8-Jährige schon damit kämpft zu verstehen, warum ihr Vater nicht laufen und mit ihr spielen kann, wie es andere Väter tun. Sie wussten es einfach nicht. Und weil sie es nicht wussten, erlaubten sie dem Hass in ihren Herzen, das Gute zu vertreiben. Also noch mal: Ich möchte nur danke sagen. Ihre Unwissenheit bot meinem Mann und mir, die in den letzten paar Jahren gekämpft und überlebt haben und stärker daraus hervorgegangen sind, eine wunderbare Gelegenheit, nicht nur unsere Tochter eine wertvolle Lektion zu lehren. Sie gab auch uns eine weitere Chance, Hass zu überwinden und dankbar zu sein für das Glück, das weiterhin unseren Weg kreuzt.“

Auch wenn der Vorfall besonders für das kleines Mädchen sehr verstörend sein wird, so hat es doch Glück, so tapfere Eltern zu haben, die es mitfühlend aufklären. Die Familie Montazeri ist trotz ihrer Last immer noch offen gegenüber dem Guten im Leben und lässt sich nicht von so viel Boshaftigkeit einschüchtern.

Kommentare

Auch interessant