Dramatisch: Frühchen wird nach der Geburt in Plastikfolie gewickelt.

Die Australierin Lilly Munro ist hochschwanger und freut sich gemeinsam mit ihrem Verlobten Brodie Moles auf die Geburt ihres Sohnes Lennox. Doch in der 24. Schwangerschaftswoche fühlt sie sich plötzlich unwohl - irgendetwas scheint absolut nicht zu stimmen. Als sie eine Ultraschall-Untersuchung machen lassen, wird der Arzt plötzlich blass. Sie müssen sofort die Geburt einleiten, denn das Baby leidet unter Herzkomplikationen.

Sofort begeben sich Lilly und Brodie ins Krankenhaus. Die Lage ist angespannt, denn Babys in diesem Stadium haben eine Überlebenschance von gerade einmal 50 %. Als der kleine Lennox schließlich auf die Welt kommt, wiegt er nur 800 Gramm. 

Damit er überleben kann, wickeln die Ärzte ihn zunächst in eine Art Plastikfolie ein, die Lilly sehr an einen Bratschlauch erinnert. 

Youtube/Lilly Munro

Diese Behandlung ist laut den Ärzten eine Standardprozedur. Sie dient dazu, Unterkühlung zu verhindern, bevor der Junge in einen Inkubator kommt. Denn Kinder, die derart früh zur Welt kommen, können ihre eigene Körpertemperatur noch nicht selbst regulieren. Danach muss der Kleine an eine Unmenge von Schläuchen angeschlossen werden, für Lilly ein „sehr beunruhigender Anblick“.

Doch Lennox ist bei den Ärzten gut aufgehoben. Er braucht zwar noch viel Pflege und muss insgesamt 111 Tage im Krankenhaus verbringen, aber er wächst heran und beweist großes Durchhaltevermögen. 

Leider sind die Herausforderungen und Sorgen für die Eltern noch nicht vorbei: Denn während Lennox noch in der Klinik behandelt wird, pendeln Lilly und Brodie zwischen dem Krankenhaus und ihrem Zuhause hin und her. Sie haben noch drei weitere Kinder, die sie versorgen müssen. Der Stress fordert nicht nur einen hohen emotionalen Preis. Lilly kann nicht mehr arbeiten gehen, da sie alle zwei Stunden frische Muttermilch zum Krankenhaus bringen muss, die Lennox braucht, um seine Abwehrkräfte zu stärken. Brodie wird daher zum Hausmann und kümmert sich um Kinder und Haushalt. Ansonsten verbringen beide jede freie Sekunde im Krankenhaus an der Seite von Lennox. Im Krankenhaus kann leider keiner der beiden schlafen, da die „Kapazitäten erschöpft“ sind.

Als sie allmählich ihre Rechnungen nicht mehr bezahlen können, fängt die junge Familie an, sich wirklich Sorgen zu machen. Sie posten ihre Geschichte im Internet und bekommen Hilfe aus unerwarteter Richtung. Denn innerhalb weniger Tage spenden zahlreiche unbekannte Menschen umgerechnet über 5.000 € an das junge Paar. Die Familie ist überaus dankbar, möchte aber auch auf die Ärzte aufmerksam machen, die „so liebevoll um den kleinen Lennox“ gekämpft haben, der heute so süß ist.

Lennox hat überlebt. Für Lilly und Brodie ist ihr kleiner Sohn ihr „Wunderbaby“. Auch seine Geschwister sind begeistert von dem kleinen Kämpfer.

Wie schön, dass diese Familie jetzt glücklich zusammen ist. Lennox wiegt nun beinahe 4 kg und wächst prächtig heran. Man kann der jungen Familie nur wünschen, dass die Zukunft für sie noch viele schöne Erlebnisse bereithält.

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