Ehepaar wird nach 75 Jahren aus schmelzendem Gletscher geborgen.

Warnung: Dieser Artikel enthält Bilder, die auf manche Leser verstörend wirken können.

Als die Lehrerin Francine Dumoulin und ihr Mann, der Schuhmacher Marcelin Dumoulin, im August 1942 in die Berge der südwestlichen Berner Alpen aufbrachen, planten sie nur, ihre dort verstreut grasenden Kühe zu melken und wollten bereits am Abend desselben Tages wieder daheim sein - doch bis heute hatte niemand das Paar seitdem wiedergesehen. Die beiden gelten seit dem 15. August 1942 als vermisst. Ortskundige Rettungsteams suchten die Gegend um den Tsanfleuron-Gletscher weiträumig ab, doch das Paar schien wie vom Erdboden verschluckt. Zweieinhalb Monate lang suchte man nach ihnen, aber ohne Erfolg.

Die Dumoulins hinterließen sieben Kinder, die nach ihrem Verschwinden in Pflegefamilien gegeben wurden. Eine der beiden Töchter, Marceline Udry-Dumoulin, war erst vier Jahre alt, als ihre Eltern verschwanden. Marceline, heute schon eine alte Dame, erzählt, dass keines der Geschwister jemals aufgehört hat, nach ihren Eltern zu suchen oder zumindest auf Neuigkeiten über ihren Verbleib zu hoffen.

Jetzt endlich können die Hinterbliebenen des Paares ihren Frieden mit deren Verschwinden machen. Ein Arbeiter stieß auf einem Routinerundgang rund um ein beliebtes Skigebiet auf etwas, das ihn sofort den Notruf wählen ließ.

Aus einem wirren Haufen Kleidungsstücke mitten im Eis ragte etwas heraus, was eindeutig ein menschlicher Fuß war.

Erst hatte der Mann die dunkle Masse für Felsbrocken gehalten, aber als er näherkam, bemerkte er Rucksäcke, eine gläserne Flasche - und einen mit festem Schuhwerk bekleideten Fuß.

Das Paar war an dem sonnigen Augusttag 1942 wahrscheinlich in eine verborgene Gletscherspalte gestürzt. Nachdem eines DNS-Analyse die Identität der verschollenen Dumoulins eindeutig bestätigt hat, können ihre noch lebenden Kinder endlich aufatmen.

"Nach 75 Jahren des Wartens spüre ich einen richtigen inneren Frieden" , sagt die heute 79-jährige Marceline.

Wie schrecklich, all die Jahrzehnte über nicht mit Sicherheit zu wissen, was aus ihren Eltern geworden ist. Gut, dass sie jetzt endlich in Frieden ruhen können.

Quelle:

FOX13

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