Wiedersehen: Mutter findet nach 21 Jahren entführten Sohn wieder.

Maria Mancia lebt mit Ehemann Valentin und ihrem 18 Monate alten Sohn Steve in San Bernardino, Kalifornien. Als sie eines Tages nach Hause kommt, bemerkt sie beim Eintreten eine ungewöhnliche Stille. Sie weiß sofort, dass etwas nicht stimmt. Etwas Furchtbares muss geschehen sein. Maria durchsucht jedes einzelne Zimmer des Hauses, bis die schlimme Gewissheit einsetzt. Ihr Sohn Steve ist verschwunden. 

Youtube/Inside Edition

Doch nicht nur er. Ihr Ehemann ist ebenfalls weg, ohne auch nur eine Nachricht oder Hinweis hinterlassen zu haben, wo er sich aufhalten könnte. Valentin hat sich sogar die Zeit genommen, alle Fotos des kleinen Jungen mitzunehmen - sogar die Ultraschallbilder, auf denen Steve noch im Bauch ist! Für Maria bricht eine Welt zusammen, als sie der Realität ins Auge sehen muss: Valentin - ihr eigener Ehemann - hat ihr einziges Kind gekidnappt. Warum er das getan hat, ist nicht bekannt.

Maria wendet sich an die Polizei, doch ohne ein Bild des Kleinkindes haben sie keine große Hoffnung, ihn zu finden. Im Jahre 1995, lange vor der Smartphone-Ära, waren die vom Ehemann gestohlenen Fotos alles, was Maria hatte. Schließlich finden die Ermittler im Hause von Verwandten noch ein Bild von Steve. Es ist in schwarz-Weiß, körnig und von sehr schlechter Bildqualität, doch es ist alles, was Maria von ihrem Kind geblieben ist. 

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Die Zeit vergeht und die Polizei macht keine Fortschritte. Tage, Monate, Jahre gehen ins Land... doch immer noch keine Spur. 21 Jahre später schaut sich Maria immer noch jeden Tag dasselbe Foto ihres Sohnes an. Sein dunkler Wuschelkopf, die feinen Gesichtszüge - für sie fühlt es sich an, als wäre die Zeit am Tag von Steves Verschwinden stehengeblieben. Heute wäre er 22 Jahre alt. Ist er glücklich? Hat er eine Freundin? Lebt er überhaupt noch? 

Aber eines Tages folgt die Polizei von San Bernardino einigen Hinweisen, die sie in die mexikanische Stadt Pueblo führen. Dort finden sie einen jungen Mann, lebendig und gesund, der auf Steves Beschreibung passt. Maria ist voller Hoffnung, aber zwingt sich, ruhig zu bleiben. Es könnte auch jemand anderes sein, als ihr Sohn. Ein DNA-Test wird durchgeführt und Maria wartet voller Anspannung auf das Ergebnis. 

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Und dann die unfassbare Nachricht: Der junge Mann ist tatsächlich Steve! Als Maria die Gewissheit hat, dass er wirklich lebt, bricht sie in Tränen aus. Wovon sie 21 Jahre geträumt hat, ist nun in Erfüllung gegangen. Als sie Steve zum ersten Mal nach der jahrelangen Trennung sieht, ist sie gleichzeitig nervös und voller Freude. Mutter und Sohn umarmen sich innig und es ist für alle ein überwältigender und wunderschöner Moment.

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Aus dem Kleinkind ist ein hübscher junger Mann geworden. Obwohl Mutter und Sohn über 20 Jahre getrennt waren, ist die Liebe zwischen den beiden ungebrochen. Auch für Steve wühlt das Wiedersehen jede Menge Emotionen auf. "Ich wusste nicht, ob meine Mutter noch lebt oder nicht", erinnert er sich. "Als ich erfuhr, dass man sie gefunden hat und sie nach mir gesucht hatte, war es ein Schock. Aber es sind wundervolle Nachrichten."

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Steve hat auch ein ganz besonderes Geschenk für seine Mutter dabei: zahlreiche Fotos von sich. Maria, die zwei Jahrzehnte lang auf das einzige Foto gestarrt hat, das sie von ihrem Sohn besaß, ist sprachlos vor lauter Glück. Mutter und Sohn haben nun einiges aufzuholen. Steve studiert Jura in Mexiko, aber hofft, in den Vereinigten Staaten weiterstudieren zu können. Auf diese Weise wäre er näher bei Maria und hätte die Gelegenheit, gemeinsame Erinnerungen, um die sie während der Trennung betrogen wurden, durch neue zu ersetzen.

Sein Vater Valentin, der ihn entführt hat, ist erneut verschwunden. Die Polizei sucht nun mit einem Haftbefehl fieberhaft nach dem Mann. Doch für Maria und Steve zählt jetzt nur, so viel Zeit wie möglich miteinander zu verbringen. 

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In diesem Video kannst du dir die ganze Geschichte (auf Englisch) anschauen: 

Die Geschichte der Mutter, die ihren Sohn 2o Jahre nach seiner Entführung wiedergefunden hat, ist schier unfassbar. Aber sie erinnert eimal wieder daran, was für wundervolle Dinge geschehen können, wenn man nicht die Hoffnung aufgibt.

Quelle:

Shareably

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