18-Jährige wird wegen ihrer Hose im Bus attackiert.

Maude Vallet ist 18 Jahre alt und bereitet sich im französischen Toulon auf ihr Literaturstudium vor. An einem sonnigen Tag im Juni fährt sie zum Strand, um sich dort zu entspannen und zu erholen. Nach einem erholsamen Nachmittag entschließt sie sich, mit dem Bus nach Hause zu fahren.

Facebook/maude.vallet1

Während sie gedankenversunken im Bus sitzt, nähern sich auf einmal fünf Mädchen. Zuerst denkt sie sich nichts dabei, doch dann bleiben die Unbekannten vor ihr stehen. Die Mädchen, die alle in ihrem Alter zu sein scheinen, fangen an, sie zu beschimpfen und zu belästigen. Der Grund? Maudes kurze Hose, die wohl für diese Mädchen zu knapp ist. 

Maude fragt sie direkt: „Warum behandelt ihr mich nur wegen meiner Hose wie eine Nutte?! Ein Mann könnte oben ohne herumlaufen, und niemand würde irgendwas sagen.“ Die Mädchen werfen ihr entgegen: „Weil du eine Frau bist, du Idiot. Hast du keine Selbstachtung?“

Niemand kommt Maude zur Hilfe, und so steigt sie an der nächsten Haltestelle aus dem Bus. Aber die Gruppe folgt ihr und lässt sie nicht in Ruhe. Erst als ein vorbeilaufender Mann die Szene beobachtet und einschreitet, lassen die Mädchen von ihr ab.

Als sie schließlich zu Hause ankommt, ist sie so wütend und aufgewühlt, dass sie ihr Erlebnis auf Facebook teilt.

Hier ist ihr Post mit dem ironischen und entwaffnenden Titel „Hallo, ich bin eine Nutte“: 

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In ihrem Post verurteilt Maude die Mädchen und prangert das Unrecht an, das ihr widerfahren ist: „Wir leben im Jahr 2016, und egal, was einige behaupten: Der feministische Kampf ist noch lange nicht vorbei.“ Die junge Französin wird Anzeige erstatten und ein Bewusstsein dafür schaffen, dass hier eine Grenze überschritten wurde. Sie hat sehr viel Zuspruch erhalten; über 80.000 Personen haben ihren Post geteilt. In Toulon wurde sogar eine Demonstration durchgeführt, bei der alle Teilnehmer kurze Hosen trugen.

Maude beweist Mut und Selbstbewusstsein, indem sie sich nicht unterkriegen lässt. Ihre Entscheidung, nicht stumm zu bleiben, verdient Lob und Anerkennung. Man kann Maude nur applaudieren und ihr weiterhin viel Mut wünschen.

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