Ein Kind, das fast ertrinkt, sorgt für medizinische Erkenntnis.

Manchmal reicht ein Moment der Unaufmerksamkeit, um ein Unglück auszulösen. Im Jahr 1989 wurde die 2-jährige Michelle Funk in Bell Canyon, im US-Bundesstaat Utah, nur für ein paar Minuten mit ihrem Bruder allein gelassen. Gemeinsam mit ihrer Familie war sie auf einem Wanderpfad unterwegs.

Das kleine Mädchen stolperte und fiel tief in einen eisigen Fluss, der mit 4 °C gerade noch nicht gefroren war. Ihr Bruder schrie verzweifelt um Hilfe, als er sah, wie seine kleine Schwester fortgespült wurde.

Flickr/Lane Pollock

Als die Mutter den Vorfall bemerkte, war die kleine Michelle schon etwa 4 Minuten unter Wasser. Sofort lief ihre Mutter zur Notrufsäule am Rand des Wanderwegs. Doch erst 62 Minuten danach fanden die Rettungskräfte den leblosen Körper des kleinen Mädchen im Fluss, rund 137 Meter von dem Ort entfernt, an dem sie gestürzt war. Michelles Körper war quasi tiefgefroren und sie atmete nicht mehr. Dennoch wurde sie so schnell wie möglich in ein Krankenhaus gebracht.

Flickr/Bluepawel

Im Krankenhaus machen die Ärzte eine Entdeckung: Michelles Körper ist leblos, aber nicht tot! Das Eiswasser hatte ihre Hirnzellen eingefroren, woraufhin sie nicht sofort abstarben. Mit einer uralten Technik erwärmten sie ihr Blut. Es dauerte 3 Stunden, bis wieder Leben in Michelles Körper kam, viele Ärzte hätten sie bereits aufgegegeben. Doch so konnte Michelle nach 66 Minuten unter Wasser wiederbelebt werden. Damit hält sie den Rekord: Niemand war jemals länger klinisch tot und wurde ohne Hirnschäden zurückgeholt.

So sieht Michelle heute aus. Sie hat den tragischen Unfall ohne Folgeschäden überlebt und ist eine strahlend schöne, gesunde junge Frau.

Nicht nur Michelle und ihre Familie haben nach diesem Unfall ein Wunder erlebt. Auch die Mediziner haben wichtige Erfahrungen gesammelt und eine medizinische Erkenntnis gewonnen, die in die Geschichte eingegangen ist: Menschen können durch Körperkühlung überleben.

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