Mutter beweist mit Foto, dass Kaiserschnitt kein Zuckerschlecken ist.

Bloggerin Olivia White lebt mit Ehemann und ihren beiden kleinen Töchtern Annabelle und Theodora im australischen Melbourne. Kurz nach der Geburt ihres jüngsten Kindes, das per Kaiserschnitt auf die Welt kommt, macht die Mutter ein Selfie. Auf Instagram möchte sie dazu etwas loswerden, das ihr auf der Seele brennt: 

"Das mag vielleicht nicht der vorteilhafteste Winkel sein (oder etwa doch?), aber wer würde keine Selfies kurz nach der Geburt machen, um zu sehen, wo man dich aufgeschnitten hat, um einen ganzen Menschen herauszuziehen (ich konnte sonst von allein nicht unter meinen immer noch großen Bauch schauen). So sieht man also wirklich aus, wenige Stunden nach einem Kaiserschnitt. An alle, die glauben, das wäre der einfache Weg: Nun, lasst euch mal ein 15 Zentimeter langen Einschnitt in den Bauch machen wie bei einem ausgeweideten Hai, dem die gefressenen Körperteile eines Surfers wieder entnommen werden, und euch dann wieder zunähen, während es sich anfühlt, als würden all eure Organe wieder herausflutschen.

Alles ist wunderbar, bis die Spinalanästhesie nicht mehr wirkt. Dann fühlt es sich an, als wäre man von einem Bus überfahren worden - der dann nochmal rückwärts über dich drüber fährt um sicherzugehen, dich auch wirklich erwischt zu haben. Am schlimmsten ist: Du fühlst dich, als müsstest du den Rest deines Lebens Omaschlüpfer bis zur Taille tragen, denn allein der Gedanke an alles zwischen deinem Darm und dem Schambereich ist der Stoff, aus dem Albträume gemacht werden. Auch wenn ich während der Schwangerschaft all diese engen Kleider gekauft habe, mit denen ich nun ausschaue, als hätte ich einen Känguru-Beutel - ich würde nichts ändern! Ohne die Möglichkeit, meine Babys auf diesem Weg zur Welt zu bringen, wären sie heute nicht hier."

"Ich wollte diese Worte teilen, nachdem mir eine Freundin von ihrem Kaiserschnitt erzählt hat", erklärt Olivia. "Sie meinte, die Leute gäben ihr das Gefühl, sie hätte es sich leicht gemacht, und sie war enttäuscht von sich selbst, weil sie keine natürliche Geburt hatte. Mir haben auch viele Leute gesagt, ich könne mich glücklich schätzen mit dem Kaiserschnitt und hätte es 'leicht' gehabt, aber das glaube ich nicht. Ich wollte ein ungeschöntes Foto davon teilen, wie die Realität eines Kaiserschnitts aussieht." 

Der Instagram-Post der Australierin wurde mittlerweile tausendfach auf verschiedenen sozialen Plattformen geteilt und viele Mütter erzählen in den Kommentaren von ihren eigenen Geburtserlebnissen. "Viele Frauen hätten ihr Baby heute nicht, wenn es nicht die Möglichkeit des Kaiserschnitts gäbe", sagt Olivia White. "Ich finde es großartig, dass Frauen ihre Erfahrungen teilen und zeigen, wie es ist! Geburt ist Geburt, wir sind alle Mütter und sollten zusammenhalten." 

Quelle:

Today

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