Mutter schreibt rührenden Brief über autistischen 3-jährigen Sohn.

Der dreijährige Riley aus Irland ist der Augenstern seiner Mutter Nicole Duggan. Wie eine Löwin verteidigt sie ihren Jungen, wenn man ihm Unrecht tut - und das geschieht ziemlich oft. Denn Riley leidet an Autismus. Der kleine Junge mit der Wahrnehmungsstörung spricht nicht und bekommt häufig Anfälle, wenn zu viele Eindrücke auf ihn einprasseln.

Er erntet nicht nur missbilligende Blicke; andere Eltern ziehen ihre Kinder von ihm weg und Freunde haben sich von der Familie abgewandt. Deshalb hat die junge Mutter die Facebook-Seite My Boy Blue ins Leben gerufen, wo sie darüber schreibt, was leben mit Autismus bedeutet: 

"Ich habe mir für dieses Jahr vorgenommen, den Leuten Verständnis für Autismus beizubringen. Jedes Jahr nimmt man sich Vorsätze fürs neue Jahr. Mein einziger Wunsch ist es, denjenigen, die vorschnell urteilen, etwas verständlich zu machen. Wenn man herausfindet, dass man Mutter wird, träumt man davon, das kleine Baby zum ersten Mal in den Armen zu halten, es anzuziehen, damit anzugeben, und sich über jede einzelne Bewegung von ihm zu freuen. Man träumt von seinem ersten Wort, ihrem seinem Winken, seinem ersten Schritt. All diese normalen Dinge. Nun, bei mir zuhause sind die Dinge alles andere als normal. Keine ersten Worte, verpasste große Schritte und viele vergossene Tränen. Aber es liegt nicht an Rileys "Faulheit". Er ist nicht sturköpfig und schon gar nicht ungezogen. 

Mein kleiner Junge ist genau wie dein Kind. Er liebt es, zu tanzen, geknuddelt zu werden, er weint, wenn er hinfällt, er liebt Mickey Mouse. Aber aus irgendeinem Grund ist er "anders gestrickt". Die kleinen Dingen, die wir im Alltag selbstverständlich nehmen, bereiten ihm die meisten Schwierigkeiten. Verschiedene Lichter, Geräusche, Gerüche oder sogar der Anblick von etwas kann zu einer Reizüberflutung führen, die zu viel ist für meinen kleinen Jungen. "Normale Dinge" wie einkaufen gehen, auf den Spielplatz gehen oder ein Besuch beim Friseur können für ihn unerträglich werden. 

An all die Leute, die ihn anstarren, weil er vor sich hin summt - stimmt mit ein in seinen Singsang, denn in seiner Vorstellung singt er das beste Lied der Welt. An all die Mütter, die ihre Kinder von ihm wegziehen - ihr erschafft die mobbenden Menschen der Zukunft. Kinder scheren sich nicht um Andersartigkeit, wenn man sie einfach miteinander spielen lässt. An die Frau, die ihn im Supermarkt ungezogen nannte - versuchen Sie einmal, sich in seine Lage zu versetzen. Eine Reizüberflutung von Farben und Geräuschen. Leute, die an an ihm vorbeiflitzen. Sie würden auch heulen, wenn Sie sich nicht ausdrücken können, wenn Ihnen alles zu viel wird. An all die Freunde, die über die Zeit verschwunden sind - ich würde meinen kleinen Sohn für nichts auf der Welt ändern wollen und wenn ihr ihn nicht versteht und wie er tickt, dann habt ihr es auch nicht verdient, Teil seines Lebens zu sein. 

Kinder mit Autismus sind die mutigsten und wunderbarsten kleinen Menschen auf dieser Welt. Sie müssen gegen Schwierigkeiten ankämpfen, von denen niemand ahnt und ich wette kein Erwachsener würde es schaffen, auch nur die Hälfte ihrer Hürden zu überwinden. Nur weil man ihnen ihr Leiden nicht äußerlich ansehen kann, heißt das nicht, dass sie einfach ungezogen sind. 

Also bitte ich euch darum, erst nachzudenken, bevor ihr über jemanden urteilt. Lebt einen Tag in den Schuhen dieses kleinen Mannes und ihr werdet verstehen, was für ein wahrer Superheld er ist."

Quelle:

Little Things

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