Bevor sie stirbt, schnallt sie ihr Baby in den Sitz und schmeißt es aus dem Fenster. Den Findern fehlen die Worte, als sie es sehen.

Die kleine Stadt Wyoming im US-Bundesstaat Illinois kommt gerade einmal auf knapp 1.400 Einwohner. Hier kennt jeder jeden. In diesem beschaulichen Ort war die 21-jährige Shelby Ann Carter gerade dabei, sich ein idyllisches Familienleben aufzubauen.

Gemeinsam mit ihrem Verlobten lebte sie bei ihrer Mutter, arbeitete als Kosmetikerin und begann eine Ausbildung zur Pharmazeutisch-technischen Assistentin. Erst im Januar wurde zudem ihre Tochter Keana Davis geboren. Shelby war eine überglückliche Mutter, aber ihre Zukunftspläne fanden schon bald ein jähes Ende.

„Sie war dabei, ihre Spuren in der Stadt zu hinterlassen“, sagt der Bürgermeister des kleinen Ortes. Doch am 30. Januar – nur einen Tag nach ihrem 21. Geburtstag – geschah die Tragödie: Shelby war mit ihrer Tochter allein zuhause, als sie den Notruf anrief und meldete, dass das Haus in Flammen stehe und sie nur schwer Luft bekomme.

Ihr Kind erwähnte sie jedoch mit keinem einzigen Wort, sodass die Feuerwehr umso erstaunter war, welche Szenerie sich ihr am Einsatzort bot.

Die Einsatzkräfte fanden Shelby im zweiten Stock – tot. Sie verstarb an einer Kohlenmonoxid-Vergiftung. Die gerade einmal 12 Tage alte Keana Davis fanden sie allerdings auf einem Trümmerhaufen vor dem Haus. Was war passiert?

Trotz des flammendes Infernos im Haus ihrer Mutter reagierte Shelby geistesgegenwärtig und rettete ihrer kleinen Tochter auf ungewöhnliche Weise das Leben. Sie schnallte sie in einen Kindersitz und warf diesen samt Baby aus dem zweiten Stock des brennenden Hauses. Völlig selbstlos opferte sich die Mutter, damit ihr Kind überleben konnte.

„Ich schätze, es war der mütterliche Instinkt, sich um das Kind zu kümmern. Wir wundern uns alle, warum sie nicht hinterhergesprungen ist“, erklärt der Chef der freiwilligen Feuerwehr, die Keana Davis unverzüglich ins Krankenhaus fuhr.

Die Ärzte stellten fest, dass Keana Davis vollkommen unverletzt war, und so konnte sie nach kurzer Zeit wieder entlassen und in die Obhut ihrer Angehörigen gegeben werden, die sich nun um die Halbwaise kümmern werden.

Nach dem Unglück riefen die Bewohner der Stadt eine Spendenkampagne im Internet ins Leben, um die verbliebenen Familienmitglieder beim Wiederaufbau des Hauses zu unterstützen. Bereits nach einer Woche wurde das Spendenziel von 40.000 US-Dollar (knapp 38.000 €) erreicht.

Obwohl der Verlust schmerzlich ist und Keana Davis ihre Mutter nie kennenlernen wird, wird sie doch ein Leben lang stolz auf sie sein können.

Quelle:

faithit, cnn

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