Schotte findet Kinderbrief an toten Vater und sucht Absender.

Stuart McColl geht auf einem Feld in der schottischen Ortschaft Dunfermline mit seinem Hund Gassi. Da entdeckt er vor sich im Gras einen zerfetzten Luftballon. "Ich dachte erst, es sei Müll und hob ihn auf", erzählt der 30-Jährige. "Dann entdeckte ich den daran befestigten Zettel." 

Mit krakeliger Kinderschrift hat ein Junge einen auf den 1. Dezember datierten Brief geschrieben: 

"Hey Papa,

Ich wollte dir nur einen Brief schreiben, um dir zu sagen, dass ich dich vermisse und dir alle Neuigkeiten mitzuteilen! Du weißt bestimmt, dass ich gerade in Pflege bin, denn Mama ist krank und mein Ohr ist entzündet. Aber morgen kann ich gehen. Ich vermisse die Schule und ich vermisse dich. Ich weiß, dass du im Himmel bist, aber bist du auch sicher dort? Gut, zum Schluss sage ich dir noch, was mein Traum ist und meine Wunschliste.

Mein Traum: Dass du, Papa, mir einen selbstgeschriebenen Brief unters Kopfkissen legst. 

Meine Wunschliste: neue Schuhe, einen Fußball, ein Real-Madrid-Trikot und einen Zauberwürfel. Tschüss Papa. Hab dich lieb." 

Der kleine Junge hat den Brief wohl an einen Ballon gehängt, damit dieser zu seinem Vater in den Himmel fliegt. "Da musste ich beinahe weinen - es hat mich so sehr berührt", erinnert sich Stuart. "Ich ging mit dem Zettel nach Hause und konnte an nichts anderes mehr denken. Es war zu traurig, um tatenlos zu bleiben. Also habe ich den Brief auf Facebook gepostet, um den Jungen zu finden." 

Tausende Menschen sind wie der Schotte bewegt von den ehrlichen Worten des kleinen Jungen, der so große Sehnsucht nach seinem verstorbenen Vater hat. "Mein Traum ist nun, den Schreiber ausfindig zu machen und ihm seine Weihnachtswünsche zu erfüllen", so Stuart. "Ganz viele Leute haben sich schon gemeldet, die ebenfalls Geschenke beisteuern wollen." Seinen größten Wunsch, einen Antwortbrief von seinem toten Vater, kann dem Kind leider niemand erfüllen. Aber vielleicht bekommt er durch seine abgeschickten Zeilen auf Umwegen zu Weihnachten eine besondere Gabe von Wildfremden, die an seinem Schicksal Anteil nehmen. 

Quelle:

Daily Mail 

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