Inspirierend: Trotz Lähmung wegen eines Autounfalls ist diese Frau Fitnesstrainerin geworden.

Die US-Amerikanerin Tiphany Adams war im Jahr 2000 gerade einmal 17 Jahre alt, als ein Schicksalstag ihr Leben völlig umkrempelte. Eine Autofahrt mündete in eine Katastrophe. „Meine letzte Erinnerung im Auto war das Klicken des Sicherheitsgurts – jedoch habe ich ihn hinter meine Schulter getan.“

Dieser kleine Handgriff rettete ihr vermutlich das Leben. Der Sicherheitsgurt hätte ihr wahrscheinlich durch den Aufprall den Kopf abgetrennt, wenn sie korrekt angeschnallt gewesen wäre. Während der Fahrt raste nämlich ein alkoholisierter Fahrer in das Auto, in dem Tiphany saß. Sie und die anderen Insassen wurden zunächst für tot erklärt, jedoch überlebte die 17-Jährige als Einzige. Sie fiel allerdings für drei Wochen ins Koma.

Nichtsdestotrotz machte der Unfall aus ihr eine Rollstuhlfahrerin. „Ich musste gesunde Wege finden, den Unfall zu verarbeiten“, erklärte Tiphany. Deshalb begann sie mit Fitnesstraining. Dies diente nicht nur ihrer körperlichen Gesundheit, sondern auch der geistigen. Es half ihr dabei, ihre Gefühle in die richtige Richtung zu leiten: „Es war meine Befreiung.“

Neben dem Fitnesstraining praktizierte sie auch Yoga, Pilates und Tanzbewegungen. „Viele Leute nehmen an, dass mich der Unfall an meinen Plänen hindern würde. Aber er wurde ein Anstoß, der mich wortwörtlich antrieb und zu meiner Bestimmung führte“, sagte Tiphany.

In den Jahren nach dem Unfall studierte sie Entwicklungspsychologie für Kinder und sammelte erste Unterrichtserfahrung mit Grundschülern. Zudem wurde sie selbst Fitnesstrainerin. Aber auch ihren frühen Traum, zu schauspielern und zu modeln, gab sie nicht auf.

So erhielt Tiphany eine Rolle in der ab 2012 ausgestrahlten Serie „Push Girls“, die sich um vier Frauen dreht, die wegen Krankheit oder Unfällen gelähmt sind. Dabei stehen die täglichen Herausforderungen der vier im Vordergrund.

Sie schrieb ein Buch über ihre Erfahrungen, spricht öffentlich über Alkohol und dessen Gefahren und ist auch sonst sehr aktiv.

„Ich fühle mich dazu verpflichtet, diese Projekte anzugehen, in der Hoffnung, dass meine Erfahrung die Herzen anderer Menschen heilen kann. Ich suche stets nach Wegen, meine Geschichte zu teilen, andere zu inspirieren und die Botschaft der Inklusion zu verbreiten.“

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