Kurios: Mann gibt 48.000 Euro aus, um wie ein Alien auszusehen.

Der 22-jährige Make-up-Artist Vinny Ohh aus Kalifornien will unbedingt wie ein „geschlechtsloser“ Alien aussehen. Dafür hat er sich bereits 110-mal unters Messer gelegt. 

 

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Seit er 17 Jahre alt ist, will er weder Frau noch Mann sein. Zuerst ließ Vinny sich die Lippen aufspritzen, dann folgten zwei Nasenoperationen sowie mehrere Wangen- und Augenbrauenliftings. Vinny trägt außerdem schwarze Kontaktlinsen, um seinem Alien-Idealbild noch näherzukommen. 

Die Operationen wurden mit der Zeit immer zahlreicher und extremer. Schon bald will er einen Schönheitschirurgen finden, der bereit ist, ihm seine Genitalien zu entfernen! Die Nippel, den Bauchnabel und seinen Penis hält er für überflüssig. Er beschloss, sich in einen Alien zu verwandeln, als er gerade eine schwierige Phase durchmachte und sich als Außenseiter fühlte. 

 

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Doch was bringt einen Menschen dazu, extrem viel Geld auszugeben, um sich in einen Außerirdischen verwandeln zu lassen? Für Vinny scheint dieses Ziel enorm wichtig zu sein, um sich in seinem Körper wohlzufühlen: „Ich will ein geschlechtloser Alien sein: Ich will, dass mein Äußeres zeigt, wie ich mich im Inneren fühle. Das Bild, welches ich erschaffen will, ist ein Alien. Ich will ein Mischling sein, nicht männlich oder weiblich“, erzählt er. 

 

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Vinnys Operationen haben sich für ihn bereits ausgezahlt: „Ich sehe ein bisschen aus wie ein Marsianer. Ich habe einen sehr großen Kopf und keine Augenbrauen. Wenn die Menschen mich fragen, wer ich bin, sage ich ihnen: Ich bin ein besonderer Erdling, eine heiße Katastrophe und selbstsüchtig. Das ist mein Motto.“

Der letzte Schritt, den er plant, ist jedoch die Entfernung seiner Geschlechtsmerkmale. Seine Verwandlung in einen Alien soll nämlich auch ein Statement sein: Menschen sollten seiner Meinung nach nicht verurteilt werden. „Ich mache es, um die Welt in einer bestimmten Art und Weise zu inspirieren. Ich will, dass die Menschen aufhören, andere zu etikettieren und in Schubladen zu stecken“, mahnt Vinny. 

Zudem braucht der ehemalige LGBT-Aktivist seine Geschlechtsteile auch nicht: „Mit den Jahren habe ich gemerkt, dass ich weder schwul, bi-sexuell, transsexuell oder irgendetwas von diesen Dingen bin. Ich will nur ich sein.“ 

 

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Kein Tag vergeht, an dem Vinny nicht angestarrt wird, sobald er das Haus verlässt. Das liegt nicht nur an den zahlreichen OPs, sondern auch an seinem auffälligen Schmink- und Kleidungsstil. „Auch mein Make-up ist darauf ausgerichtet, geschlechtlos auszusehen. Ich spiele sehr viel mit Farben. Es gibt keine Nuance, mit der ich nicht experimentieren würde“, erklärt er. 

Die Reaktionen sind sehr unterschiedlich: „Ich sehe nicht echt aus und die Menschen lieben es. Manche Menschen wollen, dass ihre Kinder einmal so werden wie ich und dass ich eine Inspiration für Kinder bin, die nicht wissen, wo sie hingehören. Manchmal stoßen die Leute im Supermarkt jedoch ihren Einkaufswagen gegen mich. Außerdem wurde ich schon von Männern und Frauen als Sexobjekt angesehen. Ich bin es gewohnt, nicht hineinzupassen“.

 

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Auch wenn Vinnys Entscheidung, sich so stark zu verändern, sicherlich für viele Menschen nicht nachvollziehbar ist, sollte man sie dennoch respektieren. Manche Menschen fühlen sich einfach innerlich anders und wollen das auch nach außen repräsentieren.

Zudem verfolgt Vinny mit seiner Alien-Verwandlung auch das Ziel, die gesellschaftlichen Normvorstellungen ins Wanken zu bringen: „Ich versuche, die Menschen wachzurütteln und ihnen zu zeigen, dass Geschlechterrollen in der Gesellschaft keine Bedeutung haben. Ich will ihnen begreiflich machen, dass wir bessere Menschen sein müssen. Wir sollten netter zueinander sein.“ 

Fraglich ist jedoch, ob Vinny tatsächlich einen Schönheitschirurgen findet, der bereit ist, ihm seine Geschlechtsteile zu entfernen. Es bleibt also spannend ... 

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