Mann springt aus dem 7. Stock, um seinen Sohn zu retten.

Mikhail Abrosimov und seine Familie haben ein gutes Leben. Der 34-jährige Unfallchirurg lebt und arbeitet in Moskau und wohnt mit seiner Frau Ekaterina und dem 4-jährigen Sohn Arseniy in einem Hochhaus im Westen der Stadt.

Doch dieses behagliche Dasein findet ein jähes Ende: Es ist um die Weihnachtszeit, als eines Nachts ihr mit Lichterketten geschmückter Christbaum umfällt. Ein Kurzschluss entsteht, Funken fliegen und ein Brand bricht aus, der schnell auf die ganze Wohnung übergreift.

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Mikhail wacht als erster seiner Familie auf und bemerkt voller Entsetzen das Feuer. Er versucht, die Flammen zu ersticken, aber es ist vergeblich. Kurzentschlossen hebt er Ekaterina in seine Arme und trägt sie durch den dichten Rauch hindurch ins Treppenhaus.

Aber wo ist Arseniy? Der kleine Junge hat sich in seiner Angst in der völlig verqualmten Wohnung versteckt. Als Mikhail ihn endlich findet, brennt bereits die ganze Einrichtung. Der Weg nach draußen ist ihnen versperrt.

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Mikhail weiß durch seinen Beruf ganz genau, was Stürze aus großer Höhe an einem menschlichen Körper anrichten können. Aber er hat keine Wahl. Mit seinem kleinen Sohn in den Armen läuft er zum Fenster und springt sieben Stockwerke in die Tiefe.

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Der Vater lässt sich so fallen, dass Arseniy auf seinem Körper landet. Ein Wunder geschieht: Beide überleben den Sturz. Der Junge hat neben anderen Verletzungen einen Schlüsselbeinbruch, wird sich aber wieder erholen.

Mikhail hat es schlimmer erwischt, er liegt mit schweren Verletzungen auf der Intensivstation, ist aber bald wieder in stabilem Zustand.

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Die Feuerwehr rettet über 20 Menschen aus dem brennenden Gebäude. Mehrere Familien müssen ins Krankenhaus gebracht werden. Zwei Frauen sterben tragischerweise an Rauchvergiftung.

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„Er ist ein großes Risiko eingegangen, aber sonst hätten sie keine Chance gehabt, dort rauszukommen“, sagt Mikhails Mutter der Presse.

Das Fernsehen berichtet über die Geschichte. Mikhail wird schnell zum Helden von Moskau. Sowohl seine Kollegen als auch zahlreiche völlig fremde Menschen melden sich freiwillig, um ihm Blut zu spenden.

Der Nachrichtenbeitrag zu seiner mutigen Tat kann hier angesehen werden:


Heute ist hat er sich weit genug erholt, um sein Leben weiterhin genießen zu können – dank seines Sprungs zusammen mit Ekaterina und Arseniy.

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