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Historisches

Frauen, deren Errungenschaften nicht genug anerkannt werden

Die Geschichte der Menschheit ist voller Beispiele von Frauen, die einen wichtigen Beitrag zur Entwicklung der Wissenschaft und Gesellschaft geleistet haben. Es ist jedoch traurige Wahrheit, dass einige dieser Beispiele bis heute übersehen und nicht weitergegeben werden.


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Trotz aller Hindernisse haben es im Laufe der Geschichte Frauen immer wieder geschafft, allen Schwierigkeiten zu trotzen und Großartiges zu schaffen. Ob Medizinerinnen, Naturwissenschaftlerinnen oder Frauen, die mit ihrer Arbeit anderen Menschen das Leben gerettet haben: Es sind unzählige bemerkenswerte Frauen, deren Arbeit und Errungenschaften bis heute nicht die Anerkennung bekommen, die sie verdient haben.

Darum ist hier eine Liste von 14 Frauen, die in der Geschichte übergangen wurden:

1. Nellie Bly 

Nellie Bly war eine Journalistin aus den 1890er-Jahren, die Unzurechnungsfähigkeit vortäuschte und sich in die Nervenanstalt Woman’s Lunatic Asylum auf Blackwell’s Island (New York) einweisen ließ, um die dortige Misshandlung von Patienten zu ermitteln. Nach ihrem Aufenthalt veröffentlichte sie ein Exposé mit dem Titel „Ten Days In A Madhouse“ (Zehn Tage in einem Irrenhaus), das als eine Revolution im investigativen Journalismus angesehen wurde.

2. Katherine Johnson

Katherine Johnson war eine der ersten afroamerikanischen Mathematikerinnen, die für die NASA arbeiteten. Sie zeigte sich zudem 1970 für die Lösung des berühmten Problems der Raumfahrtmission Apollo-13 („Houston, wir haben ein Problem“) verantwortlich, da sie es war, die berechnete, wie die Apollo-13-Astronauten sicher zur Erde zurückgelangen konnten.

3. Claudette Colvin

Afroamerikanerin Claudette Colvin war 1955 in den von Rassentrennung geprägten Südstaaten der USA die erste Person, die sich weigerte, für eine weiße Person von ihrem Sitz im Bus aufzustehen. Da sie aber eine junge Frau war, die zudem außerehelich schwanger war, entschieden die Führer der Bürgerrechtsbewegung, dass sie nicht als Symbolfigur geeignet sei. Man wählte stattdessen Rosa Parks.

4. Irena Sendler

Irena Sendler arbeitete mit anderen Menschen zusammen, um während des Zweiten Weltkriegs jüdische Kinder aus dem Warschauer Getto zu schmuggeln. Über 2500 Kinder rettete die Krankenschwester vor dem sicheren Tod, indem sie sie teilweise in Müllsäcken und Särgen versteckt in Sicherheit brachte.

5. Mileva Marić 

Mileva Marić war eine der ersten Frauen, die Mathematik und Physik studierten. Während des Studiums lernte sie auch Albert Einstein kennen und wurde seine erste Ehefrau. Sie war selbst eine brillante Physikerin, die Einfluss auf Einsteins Arbeit hatte.

6. Die Frauen von Bletchley Park

Circa 8000 Frauen waren während des Zweiten Weltkriegs Angestellte in Bletchley Park, einer geheimen britischen Dienststelle, die vor allem kodierte Nachrichten des nationalsozialistischen Deutschlands entschlüsselte. Mit ihrer Arbeit als Codebrecherinnen trugen sie wesentlich zu den Kriegserfolgen der Alliierten bei. Ihr Beitrag wurde erst 2009, 64 Jahre nach Kriegsende, von der britischen Regierung offiziell anerkannt.

7. Henrietta Lacks

Die junge 5-fache Mutter starb mit nur 31 Jahren 1951 an Gebärmutterhalskrebs. Jedoch wurden Zellproben aus dem Tumorgewebe der US-Amerikanerin verwendet, um unter anderem den Polio-Impfstoff zu testen, die künstliche Befruchtung, Chemotherapie-Medikamente und weitere zahlreiche medizinische Fortschritte einzuleiten.

8. Eleanor Marx 

Als jüngste Tochter von Karl Marx stand sie stets im Schatten ihres berühmten Vaters. Dabei spielte sie eine bedeutende Rolle in den britischen Gewerkschaften, die den Wechsel von einem 12-Stunden-Arbeitstag an 6 Tagen pro Woche zu einem 8-Stunden-Tag an 5 Tagen erzwangen.

9. Margaret Hamilton

Mathematikerin und Informatikerin Margaret Hamilton entwickelte mit ihrem Team den Code (im Bild zu sehen) für die Flugsoftware der Apollo 11, die 1969 die ersten Menschen zum Mond brachte.

10. Bessie Coleman 

Sie war die erste afroamerikanische Frau, die einen Pilotenschein besaß. Weil sie in den USA keinen Flugunterricht nehmen durfte, zog sie nach Frankreich und erhielt dort 1921 als erste Frau überhaupt einen internationalen Pilotenschein. Ihren Wunsch, in den Staaten eine eigene Flugschule aufzubauen und selbst Frauen auszubilden, konnte sie sich nicht mehr erfüllen. Sie starb mit nur 34 Jahren bei einem Flugunfall.

11. Rosalind Franklin

Die Forschungsergebnisse der Biochemikerin, die zur Entdeckung der DNA führten, wurden ihr von den Molekularbiologen Francis Crick und James Watson gestohlen. Für ihre Entdeckung wurde den beiden Männern 1962 der Nobelpreis verliehen. Als der Diebstahl entdeckt wurde, war Franklin bereits an Krebs gestorben. Das Nobelkomitee hat ihren Beitrag zur Wissenschaft anerkannt, ein Preis kann posthum jedoch nicht verliehen werden.

12. Marie Tharp

Die Geologin und Kartographin schuf in den 1950ern die erste Karte des Meeresbodens, die zur Entdeckung der tektonischen Platten und der Theorie der Kontinentalverschiebung führte.

13. Sandra Ford

Die Mitarbeiterin der amerikanischen Gesundheitsbehörde machte als Erste auf das aufmerksam, was die AIDS-Epidemie werden sollte. Sie wusste, dass etwas nicht stimmte, als sie ungewöhnlich viele Anfragen nach Pentamidin erhielt, einem Antibiotikum, das für die Behandlung von Pneumocystis-Pneumonie – einer häufigen Ursache von Lungenentzündungen – bei schwerkranken, immungeschwächten Patienten reserviert war. Die Patienten, für die es angefordert wurde, waren homosexuelle Männer, die ansonsten gesund waren.

©Imgur/solarpowers

14. Grace Hopper

Bei ihrem allerersten Job mit einem Computer bat die Informatikerin um ein Handbuch. Man sagte ihr, es gebe keines. Einige Monate später hatte sie selbst eines geschrieben. Als sie eine Idee vorschlug, wie man das Programmieren einfacher, schneller und für die Massen zugänglicher machen könnte, wurde ihr gesagt, sie solle diese nicht weiter verfolgen. Grace Hopper tat es trotzdem und ebnete den Weg für alle Programmiersprachen.

Wo wären wir heutzutage, wenn diese Frauen nicht gewesen wären? Zwar verändert sich die Gesellschaft zum Besseren und ermöglicht eine bessere Anerkennung von Frauen und ihren Errungenschaften, trotzdem haben wir noch einen weiten Weg zu gehen.

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Quelle: boredpanda

Vorschaubild: ©Reddit/Aoxxt2