Veröffentlicht inEmotionales, Schicksale

Verwandte nehmen aus Trümmern gerettetes Baby auf

Baby Afraa wird nach dem Erdbeben in Syrien noch mit Nabelschnur aus den Trümmern gerettet. Das Waisenmädchen wird nun von Verwandten aufgenommen.

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Hier sind emotionale Geschichten, die dich wirklich inspirieren. (Zum Artikel nach unten scrollen.)

Nach den schweren Erdbeben in der Türkei und Syrien gibt es trotz allem wundersame und Hoffnung spendende Geschichten von Überlebenden. Das kleine Baby etwa, das noch mit Nabelschnur am Bauch aus den Trümmern gerettet wurde und bei dem Unglück seine Eltern verlor, hat nun bei Verwandten ein neues Zuhause gefunden.

Im syrischen Dschandairis stürzte vor zwei Wochen während des Erdbebens ein mehrstöckiges Gebäude in sich zusammen. Auch eine siebenköpfige Familie wurde unter dem Schutt begraben. Das jüngste Familienmitglied, ein kleines Mädchen, erblickte ausgerechnet in diesen unheilvollen Stunden das Licht der Welt.

Suche nach Überlebenden

Als Angehörige später zwischen den Trümmern verzweifelt nach Überlebenden suchen, vernehmen sie ein leises Wimmern. Es ist das Neugeborene, das wie durch ein Wunder überlebt hat. Das Baby ist noch durch die Nabelschnur mit seiner toten Mutter verbunden. Auch für die Geschwister, die Tante und den Vater des Mädchens kommt jede Hilfe zu spät.

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Das Baby wird sofort in das nächstgelegene Krankenhaus gebracht. Es ist unterkühlt und hat einige gebrochene Rippen, aber sonst keine schweren Verletzungen davongetragen. Das Krankenhauspersonal gibt dem Mädchen zunächst den Namen ‚Aya‘, was auf Arabisch ‚Wunder‘ bedeutet. Und ein Wunderbaby ist die Kleine allemal.

Ein kleines Wunder

Das Baby wurde vermutlich circa sieben Stunden nach dem Erdbeben geboren, seine Mutter verstarb kurz nach der Geburt. Viel länger hätte das Kind auch nicht überlebt. Doch das Bild von dem staubbedeckten Bündel, das noch mit einem Stück Nabelschnur am Bauch aus den Trümmern geborgen wird, ging um die Welt.

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Im Krankenhaus, in dem das Baby behandelt wird, haben sich deshalb bereits dutzende Menschen gemeldet, die das Mädchen adoptieren wollen.

Doch das Kind soll weiter bei Verwandten aufwachsen: Ihr Onkel Chalil al-Sawadi, der das Erdbeben ebenfalls nur um Haaresbreite überlebt hat, wird die Kleine bei sich und seiner Familie aufnehmen. Ein DNA-Test bestätigte die Verwandtschaft.

„Sie ist meine Seele, mein Leben und die ganze Welt für mich“, so der neue Vormund, der bereits Vater mehrerer Töchter ist. „Der Tag, an dem sie mir gesagt haben, dass wir sie behalten dürfen, war unbeschreiblich.“ Das kleine Wunder soll nun Afraa heißen – genau wie seine verstorbene Mutter.

Baby Afraa wird bei Menschen aufwachsen, die seine Eltern und Geschwister kannten und die ihm erzählen können, was für wundervolle Menschen zwischen den Trümmern ihr Leben lassen mussten. Allein mit seinem Namen wird Baby Afraa die Erinnerung an das Geschehene lebendig halten.

Wer die Opfer des Erdbebens in der Türkei und Syrien mit Spenden unterstützen möchte, findet hier mehrere Anlaufstellen.

Quellen: merkur, n-tv, gmx
Vorschaubild: ©Twitter/Channels Television