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Emotionales

Zeichnung zeigt traurigen Familienalltag während Corona

Seit Beginn der Corona-Pandemie steht das öffentliche Leben quasi still: Vieles bleibt geschlossen, Kinder sind im Home-Schooling und einige Arbeitnehmer machen Home-Office. Auch wenn man sich über die digitalen Möglichkeiten zu arbeiten und zu lernen glücklich schätzen kann, ist es doch ein Balanceakt, Arbeit, Haushalt und das Familienleben unter einen Hut zu bekommen.


Hier sind emotionale Geschichten, die dich wirklich inspirieren. (Zum Artikel nach unten scrollen.)

 


Dass nicht nur Eltern unter der Situation leiden, sondern eben auch die Kinder, zeigt eine Zeichnung des 6-jährigen Kirin Amin aus den USA. Auf dem Bild hat er sich und seine Mutter, Priya Amin, in ihrem Arbeitszimmer gemalt. Der kleine Kirin kommt herein und fragt: „Mama, bist du fertig?“, woraufhin die Mutter im Bild mit „Nein“ antwortet. Eine enttäuschende Antwort für den 6-Jährigen, der doch endlich mal wieder Zeit mit seiner Mama verbringen will, ganz ohne Stress.

Auch für Priya war es ein Schock. Auf Facebook teilt sie die Zeichnung ihres Sohnes und erzählt, wie Kirin in ihr Arbeitszimmer kam, um ihr die Zeichnung zu geben. „Ich schaute auf die Zeichnung, dann auf die Uhr und auf meine To-do-Liste. Die war gefühlt kilometerlang, so wie eigentlich jeden Abend, seit ich von zu Hause aus arbeite. Das hat mir mein Herz gebrochen.“

Weiter schreibt sie, dass es ihr immer weniger gelinge, Arbeit und Privatleben zu trennen und Zeit für ihre Kinder zu finden. „Dank der neuesten Technik, die ununterbrochen Nachrichten eingehen lässt, fällt es mir seit der Heimarbeit zunehmend schwerer, ein Ende zu finden.“

So geht es vielen, die derzeit im Home-Office arbeiten. Eine Trennung von Arbeit und Freizeit oder die Fähigkeit, nach der Arbeit wirklich abzuschalten, gestaltet sich für die meisten immer schwieriger. Nicht zuletzt auch, weil während der Arbeit noch viele andere Dinge gleichzeitig erledigt werden müssen: auf die Kinder aufpassen, die eigene Arbeit unterbrechen, um ihnen bei einer Schulaufgabe zu helfen, Essen zubereiten, einkaufen gehen und so weiter … Dies alles trägt dazu bei, dass die Konzentrationsfähigkeit deutlich nachlässt, da die stetigen Unterbrechungen die Produktivität hemmen.

©Pixabay/Leni_und_Tom

Auch für Priya ist das zum normalen Arbeitsalltag geworden. „Das Schlimmste daran sind die Schuldgefühle“, sagt die Mutter. „Man fühlt sich schuldig, dass man vermeintlich zu wenig arbeitet. Dass man die Zeit mit seinen Kindern nicht mehr richtig genießen kann. Dass man erschöpft ist.“

Für Priya sei es daher nun endlich an der Zeit, dass die Arbeitgeber ihre Mitarbeiter mehr unterstützen, indem sie den „mentalen, emotionalen und körperlichen Problemen, die in dieser Situation entstehen, entgegenwirken“. Denn es sieht ganz danach aus, dass das Home-Office zu einem festen Bestandteil der Arbeitswelt werden wird.

Wenn es auch dir so geht wie Priya Amin und du dich manchmal überfordert oder schuldig fühlst, dann sollst du durch ihren Facebook-Beitrag wenigstens eines wissen: Du bist nicht allein!

Vorschaubild: ©Facebook/Love What Matters

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