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Schräge Beauty-Trends und Schönheitsideale der Geschichte

Wer hat sich nicht schon mal über verrückte Beauty-Trends gewundert? Ob es nun Eigenurin-Therapie oder Smoothies aus unappetitlichen Tierteilen sind – Menschen lassen nichts unversucht, um hübscher auszusehen.


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Aber was als schön angesehen wird, das wandelt sich von Jahrzehnt zu Jahrzehnt. Wo früher vornehme Blässe als Zeichen von Wohlstand galt, ist heute gebräunte Haut der letzte Schrei.

Aber es gibt noch ganz andere Beauty-Trends, die im Laufe der Weltgeschichte die Runde gemacht haben. Manche kommen einem heute bekannt vor, bei anderen schüttelt man fassungslos den Kopf, andere wiederum lösen nur blankes Entsetzen aus.

Vorhang auf für eine Reihe von bizarren Beauty-Tricks aus der Vergangenheit.

1. Was für ein bezauberndes Lächeln

Japanische Frauen aus der Edo-Zeit (1603 bis 1868) pflegten sich die Zähne schwarz zu färben, denn pechschwarze Zähne waren damals der letzte Schrei.

2. Wohl bekomm’s

Im alten Rom dagegen galten weiße Zähne als ebenso attraktiv wie heutzutage. Damals allerdings gurgelten die Römer mit menschlichem Urin, um sie sich zu bleichen. Aus Portugal eigens zu diesem Zweck importierter Urin soll der beste gewesen sein.

3. Die endlose Stirn

Im Mittelalter galt die Stirn als der schönste Teil eines Gesichtes. Um eine besonders hohe Stirn zu haben, zupften Edeldamen sich die Haare bis weit nach hinten auf dem Kopf aus. Oft wurden auch die Wimpern entfernt, um den Blick nicht von der Stirn abzulenken.

4. Smells like victory

Im Alten Rom wurden berühmte Gladiatoren wie Helden gefeiert. Sie konnten sich etwas nebenher verdienen, indem sie ihren Schweiß verkauften, den wohlhabende Frauen dann als Feuchtigkeitscreme benutzten.

5. Ein Käfig gegen die Ratten im Haar

Im Europa des 18. Jahrhunderts trug jeder, der etwas auf sich hielt, eine kunstvolle Perücke. Frisiert wurden die oft riesigen Gebilde mithilfe von Schmalz. Das Schmalz allerdings lockte Ratten an. Wer mit seiner schmalzigen Perücke auf dem Kopf schlafen ging, der trug oft ein spezielles Käfiggerüst darüber, damit sich des Nachts nichts darin einnistete.

6. Alles für die Grübchen

Wen entzücken sie nicht, die kleinen Grübchen, die manche Menschen bekommen, wenn sie lächeln? Im Jahr 1936 erfand Isabella Gilbert den sogenannten „Grübchen-Macher“: ein Gestell, das der Trägerin bleibende Grübchen ins Gesicht pressen sollte.

7. Tödliche Plätzchen

Im 19. Jahrhundert war es ein beliebter Schönheits-Trick, dünne Blättchen aus Arsen zu verspeisen. Der regelmäßige Verzehr machte die Haut blass und ebenmäßig. Aber man bekam davon Krebs und die Haare fielen aus.

8. Jetzt ganz stillhalten, bitte

Schöne, dichte Wimpern waren auch im 19. Jahrhundert sehr begehrt. Damals wurde mit echten, menschlichen Wimpern nachgeholfen – und zwar, indem man die Spenderwimpern mit einer Nadel direkt ans Augenlid nähte.

9. Winzige Füße

Die grausame Tradition des Füßebindens zog sich in China vom 13. bis ins 20. Jahrhundert hin. Von frühester Kindheit an wurden Mädchen die Füße kleingebunden, um das Wachstum zu hemmen. Die Knochen verkümmerten dabei ebenso wie die Muskeln. Je bewegungsunfähiger die Frau schließlich war, umso attraktiver wirkte sie auf mögliche Ehemänner. Die perfekten Frauenfüße sollten weniger als 8 Zentimeter lang sein.

10. Wie sich die Zeiten ändern

Im Italien des 15. Jahrhunderts galten besonders dünne Lippen als sehr attraktiv. Die Lippen wurden extra blass geschminkt, um sie dünner erscheinen zu lassen.

11. Fatale Strahlen

Kurz nachdem der Röntgenapparat erfunden worden war und man um die gefährliche Wirkung seiner Strahlung noch wenig wusste, benutzte man ihn unter anderem, um Akne und Ekzeme zu behandeln und unerwünschte Haare zu entfernen. Die Nebenwirkungen waren Geschwüre und tödliche Krebserkrankungen.

12. Eine sehr alte Mode

Vor sehr langer Zeit, im 10. Jahrhundert v. Chr., war es bei den Maya in Mittelamerika sehr angesehen, einen ungewöhnlich langen, eiförmigen Hinterkopf zu haben. Die Köpfe kleiner Kinder wurden mit eigens dafür konstruierten Geräten in diese Form gepresst.

13. Die Klauen der Macht

14. Lang lebe die Monobraue

In der griechischen Antike galt die heute so geschmähte „Monobraue“ als Zeichen von Intelligenz und Reinheit. Wer keine hatte, der malte sich eine mit dunklem Kohlestift oder klebte sich künstliche Augenbrauen aus Ziegenhaar über die Nase.

15. Blut für die vornehme Blässe

Heute ist ein gebräunter Teint ein Zeichen dafür, dass jemand Urlaub in der Sonne machen kann. Früher hieß er nur, dass man den Tag über im Freien arbeiten musste und wahrscheinlich nicht wohlhabend war. Um eine durchscheinend blasse Haut zu bekommen, taten Leute eine Menge. Neben verschiedenen Kosmetika war der regelmäßige Aderlass ein verlässliches Mittel, um immer blass zu bleiben.

Was für eine wilde Reise durch die seltsamsten und auch verstörendsten Beauty-Tricks der Weltgeschichte. Was Menschen nicht alles tun, um einem Schönheitsideal zu entsprechen.

Quelle: boredpanda

Vorschaubilder: ©Facebook/Royal Dental Care ©Facebook/History in Five