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Gruselig

12 Inseln, auf die sich nur die mutigsten Touristen trauen

Es gibt viele gruselige Orte auf der Welt, aber eine unheimliche Insel ist besonders schaurig. Abgeschieden von der Außenwelt, kann man hier nicht einfach abreisen, wenn man sich unwohl fühlt.


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Manchmal ist es die Vergangenheit, die einer Insel ihre schaurige Atmosphäre verleiht. Hier ist Schlimmes geschehen und die Ruinen von früher legen Zeugnis davon ab. Andere Inseln jedoch bergen ganz reale Gefahren, die nicht zu unterschätzen sind.

Einige dieser gruseligen Inseln sind wirklich keine Orte, an denen man die Nacht verbringen möchte – und auf manche von ihnen sollten sich auch die mutigsten Touristen besser nicht wagen.

1. Isla de las Muñecas

Die Isla de las Muñecas, die „Insel der Puppen“, ist ebenso berühmt, wie sie berüchtigt ist. Bis in die 1990er Jahre lebte auf der kleinen Halbinsel in Mexiko-Stadt nur der Blumenzüchter Julián Santana Barrera. Als 1951 vor dem Ufer der Insel ein kleines Mädchen ertrank, wurde der Körper bei ihm angespült. Julián war entsetzt und fühlte sich fortan vom Geist des Mädchens verfolgt, er sagte, er höre sie ständig schreien und um Spielzeug betteln. Um den Geist zu besänftigen, fing er an, weggeworfene Puppen aus den Kanälen zu fischen und sie für das Mädchen in die Gegend zu legen.

Als die Puppen aber nicht verschwanden, begann er damit, sie zu verstümmeln und ihre Reste in die Bäume zu hängen, um dem Geist Angst zu machen. So hängte er fast 1.000 gruselig zerstörte Puppen überall auf der Insel auf.

Im Jahr 2001 ertrank Julián Santana Barrera an genau der Stelle, an der einst das tote Mädchen angespült worden war. Heute ist die Isla de las Muñecas eine gruselige Touristenattraktion.

2. Queimada Grande

Queimada Grande trägt ihren Spitznamen „Schlangeninsel“ zu Recht. Die Insel vor der Südostküste Brasiliens beherbergt so viele Schlangen, dass Menschen sich eher selten dorthin wagen, insbesondere weil dort einige der giftigsten Schlangen der Welt zu Hause sind. Nur gut vorbereitete Expeditionen trauen sich, für kurze Zeit hier unterwegs zu sein.

3. Barsakelmes

Barsakelmes, früher eine Insel, heute eine Halbinsel, liegt im Aralsee in Kasachstan. Ihr Name bedeutet übersetzt „Land ohne Wiederkehr“. Legenden erzählen von Menschen, die nur ein Jahr auf der Insel verbracht hätten, dabei aber um Jahrzehnte gealtert seien. Andere Geschichten berichten von Menschengruppen, die dort spurlos verschwunden seien – angeblich soll eine fliegende Echse aus prähistorischen Zeiten dafür verantwortlich sein.

Mittlerweile ist die Insel ein Naturschutzgebiet. Sie ist so stark salzig, dass Besucher die Augen schließen müssen, wenn der Wind weht.

4. Miyake-jima

Miyake-jima ist eine Vulkaninsel im Pazifischen Ozean. Der aktive Vulkan sorgt mit seinen stetigen Absonderungen giftiger Gase aus zahlreichen Erdspalten dafür, dass der bloße Besuch der Insel eine gefährliche Angelegenheit ist.

Heutzutage leben etwa 2.400 Menschen auf Miyake-jima. Das Tragen von Gasmasken ist im Freien ein alltäglicher Anblick.

5. Poveglia

Die Insel Poveglia liegt knapp fünf Kilometer vor der Altstadt von Venedig im Meer. Gegen Ende des 18. Jahrhunderts wurde hier ein Krankenhaus für die Opfer der Pest erbaut, die auf der Insel in Quarantäne bleiben mussten. Wer hier an der Pest starb, wurde auch hier begraben.

Ein Gedenkstein trägt die lateinische Inschrift: „Ne fodias, vita functi contagio requiescunt“ (auf Deutsch: „Nicht graben, hier ruhen die, die an der Ansteckung starben“). Seit den 1970er Jahren ist die Insel verlassen.

6. Die Bouvetinsel

Die Bouvetinsel ist eine unbewohnte Vulkaninsel im Südatlantik, 2.500 Kilometer vor dem Kap der Guten Hoffnung gelegen. 

Im Jahr 1964 fand eine südafrikanische Expedition etwas Unerwartetes: ein verlassenes Schiff, das in den Küstengewässern lag. Es war unbeschädigt, ohne Namen oder andere Kennzeichnungen, die Ruder lagen nur wenige Meter entfernt im Schnee. Man suchte nach den Leichen der Besatzung, aber sie waren nirgendwo zu finden. Wer die Besatzung war oder was mit ihr passiert ist, bleibt ein Rätsel.

7. Henderson

Henderson ist eine Koralleninsel im südöstlichen Pazifik. Auf der Insel befindet sich eine Höhle, in der menschliche Skelette gefunden wurden. Auf den umgebenden Felswänden wurden Zeichnungen aus prähistorischer Zeit sowie Öfen, Steinstühle und andere Zeichen einer Kultur entdeckt. 

Auf Henderson gibt es nur eine verschwindend kleine Menge an Trinkwasser und die Skelette waren säuberlich aufeinandergestapelt – all das gibt Rätsel auf.

8. North Brother Island

Auf North Brother Island wurde zu Ende des 19. Jahrhunderts ein Hospital für Pockenkranke gebaut, wo die Erkrankten der ansteckenden Seuche in Quarantäne behandelt wurden. 

Einige Jahrzehnte später etablierte sich eine Entzugsklinik für Drogenkranke auf der Insel, die schon bald einen furchtbaren Ruf hatte. Das Personal soll bestechlich und grausam gewesen sein und die dort behandelten Patienten wurden besonders schnell und schlimm rückfällig.

Seit 1963 ist die Insel verlassen, das Hospital ist inzwischen zerstört und seine Ruinen sind mit Pflanzen überwuchert.

9. Roanoke Island

Im Jahr 1587 ließ der Anführer der dortigen Siedler über 100 Menschen auf der Insel zurück, um in England Vorräte zu besorgen. Doch um die Gewässer Englands tobte gerade der Krieg mit Spanien und er brauchte drei lange Jahre, um nach Roanoke Island zurückzukehren.

Dort fand er die Siedlung menschenleer vor, nur das Wort „CROATOAN“ war in einen Baumstamm geritzt. Dies ist der Name eines benachbarten Stammes von Ureinwohnern, doch auf deren Nachbarinsel waren die Siedler auch nicht. Bis heute weiß man nicht, was mit ihnen geschehen ist.

10. Gozo

Die Tempel und Katakomben auf Gozo sind 1.000 Jahre älter als die ägyptischen Pyramiden, denn hier lebten schon im 5. Jahrtausend v. Chr. Menschen. Die ganze Insel ist mit Furchen durchzogen, die an Straßen oder Schienen erinnern, aber keine Überreste von Fahrzeugen wurden gefunden.

11. Battleship Island

Battleship Island liegt vor der Küste Japans, nur wenige Meilen vor Nagasaki. Während der Zeit der Industrialisierung war die Insel, die damals „Hashima“ hieß, ein einziges Kohlebergwerk. Neben den Minen wurden Wohnblocks, Kindergärten, eine Schule, ein Kino, ein Schwimmbad und ein Krankenhaus errichtet, damit die Minenarbeiter und ihre Familie ganz dort leben konnten.

Doch während des Zweiten Weltkrieges wurden hier Kriegsgefangene stationiert, die unter sehr harten Bedingungen Kohle fördern mussten. Viele starben bei Minenunfällen sowie an Unterernährung und Erschöpfung. In den 70er Jahren ersetzte Öl die Kohle, die Minen wurden geschlossen und alle Bewohner verließen die Insel. Jetzt liegt sie leer und gespenstisch da.

12. North Sentinel Island

North Sentinel Island ist die westlichste Insel der Inselgruppe der Andamanen im Indischen Ozean. Ihre ungefähr 200 Bewohner lehnen jeden Besuch und jede Kontaktaufnahme rigoros ab und sind berüchtigt dafür, jeden Besucher mit einem Hagel von Pfeilen zu empfangen.

Auch Drohnen und Helikopter werden auf diese Art „begrüßt“, und als sich 2018 ein christlicher Missionar verbotenerweise ihrem Strand näherte, töteten sie ihn sofort mit Pfeil und Bogen.

Es ist illegal, die Insel zu betreten oder ihrer Küste auch nur zu nahe zu kommen.

Manche dieser Inseln sind vor allem rätselhaft und faszinierend, andere sind ganz einfach sehr gruselige Orte. Mal droht eine ganz konkrete und greifbare Gefahr, mal weht einen eher die unheimliche Atmosphäre einer grausigen Geschichte an. Wer traut sich wohl hierhin und welcher gute Grund treibt den Entdecker an?

Vorschaubilder: ©Facebook/Globe Trotter Bill ©Facebook/Globe Trotter Bill