Krankenschwester beschützt drei Neugeborene in Katastrophe

Am Abend des 4.8.2020 kam es in der libanesischen Hauptstadt Beirut zu einer schweren Explosion. Als ein Gebäude im Hafenbezirk der Stadt Feuer fing, hatte dies schreckliche Folgen, denn in seinen Lagerräumen befanden sich über 2.700 Tonnen des hochgefährlichen Salzes Ammoniumnitrat.

Ammoniumnitrat wird zur Herstellung von Düngemitteln und Sprengstoff verwendet. Wird es stark erhitzt, setzt es explosive Gase frei. Dies könnte der Grund für die gewaltige Explosion gewesen sein, da das Mittel offenbar über Jahre hinweg unter sehr unsicheren Umständen in dem Hafengebäude gelagert worden war.

Die enorme Druckwelle der Detonation zerstörte einen großen Teil der hafennahen Stadtviertel und ließ zudem eine riesige Rauchsäule aufsteigen, die bis in weite Entfernung zu sehen war.

Die verheerende Explosion richtete furchtbare Zerstörungen an – selbst Kilometer von der Unfallstelle entfernt zersplitterten Fenster und Türen, wurden Bäume entwurzelt und Mauern eingerissen.

Die Katastrophe hat die Stadt Beirut schwer getroffen: Das libanesische Rote Kreuz zählt über 135 Tote und mehr als 5000 Verletzte, Tendenz steigend. Schätzungsweise 300.000 Beiruter haben ihre Wohnungen und Häuser verloren. Noch immer sind Menschen unter den Trümmern begraben.

Als das Unglück geschah, bewies eine Krankenschwester eines Hospitals im Beiruter Stadtteil Ashrafia unglaubliche Nervenstärke und Fürsorge. Umgeben von Toten und Verwundeten hielt sie drei neugeborene Babys in ihrem Arm und verständigte sich dabei über Telefon mit weiteren Nothelfern.

Die Kinder ließ sie dabei keinen Moment allein, sondern schützte und tröstete sie mitten in der Katastrophe aufs Behutsamste und Liebevollste.

Der Fotograf Bilal Marie Jawich, der die bewegende Szene im Bild festhalten konnte, nennt die anonym bleibende Krankenschwester eine Heldin.

In 16 Jahren Arbeit als Kriegsfotograf habe er noch nie eine vergleichbare Katastrophe gesehen, schrieb Jawich auf seiner Facebook-Seite.

Die Krankenschwester und all ihre Kolleginnen und Kollegen leisten Übermenschliches in einer schrecklichen Situation und verdienen es, Helden genannt zu werden.

Vorschaubild: © Facebook/Bilal Marie Jawich

Quelle:

Unilad,

Vorschaubild: © Facebook/Bilal Marie Jawich

Kommentare

Auch interessant