Nashorn-Baby Lottie versucht, tote Mutter aufzuwecken

Die Grausamkeit und Kaltblütigkeit, die Menschen Tieren gegenüber an den Tag legen, ist immer wieder schockierend. Doch die folgende Szene, die südafrikanische Tierschützer der Organisation „Rhino 911“ gefilmt und auf Facebook geteilt haben, ist so herzzerreißend, dass es einem die Sprache verschlägt.


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Auf dem Video ist ein Nashorn-Baby zu sehen, das aufgebracht seine Mutter umkreist. Immer wieder stupst das kleine Kalb seine Mama an, als ob es verzweifelt versuchen würde, sie aufzuwecken. Doch das mächtige Nashorn regt sich nicht – es wurde von Wilderern getötet.

©Facebook/Rhino 911

Das Baby ist verängstigt. Seine hilflosen Schreie brechen den Findern das Herz und der Anblick, wie es versucht, seine tote Mama wieder zum Leben zu erwecken, ist selbst für die erfahrenen Tierschützer kaum zu ertragen. Offenbar ist das Kalb auch ausgehungert, denn es versucht immer wieder, von seiner Mutter zu trinken.

©Facebook/Rhino 911

Hier kannst du die herzzerreißende Szene im Video sehen. (Achtung: Das Video kann auf einige Leser verstörend wirken!)

Obwohl sie von dem traurigen Anblick noch erschüttert sind, wissen die Tierschützer, dass sie schnell handeln müssen, um das Nashorn-Baby zu retten. Dafür müssen sie das Kleine zunächst betäuben und ihm die Augen verbinden – denn es hat nach den traumatischen Erfahrungen eine panische Angst vor Menschen.

Nach einer ersten Untersuchung und Versorgung der Wunden wird das Kalb sofort in ein nahegelegenes Pflegeheim gebracht. Dort kümmern sich Pfleger der Organisation „The Rhino Orphanage“ (auf Deutsch: „Das Nashorn-Waisenhaus“) um das erschöpfte Findelkind.

Unter der hingebungsvollen Fürsorge blüht Lottie, wie das Baby von seinen Rettern getauft wird, bald wieder auf. Hier siehst du, wie es ausgelassen im Hof der Einrichtung herumtollt und mit seinen Pflegern Ball spielt:

Den Rettern geht das Herz auf, als sie sehen, wie gut sich Lottie von den schrecklichen Erlebnissen erholt. Eines Tages, so hoffen sie, werden sie das Nashorn wieder in die Freiheit entlassen können.

Doch auch wenn sich Lottie von den Strapazen erholt, gibt es leider immer noch zu viele verwaiste Kälber, die Lotties grausames Schicksal teilen: Jährlich werden unzählige Nashörner gejagt und getötet – nur wegen ihres Horns, welches in einigen Ländern als Statussymbol gilt und als Aphrodisiakum verwendet wird. Die Kälber der getöteten Muttertiere müssen oft qualvoll verhungern oder werden von Raubtieren gefressen.

In Afrika war das Breitmaulnashorn zwischenzeitlich fast vollständig ausgerottet. Nur der aufopferungsvollen Arbeit von Tierschützern wie Lotties Rettern ist es zu verdanken, dass sich die Bestände wieder erholt haben. Wenn du den Helden von Rhino 911 und The Rhino Orphanage bei ihrer Arbeit helfen möchtest, kannst du sie auf ihren Webseiten mit einer Spende unterstützen.

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Vorschaubild: ©Facebook/Rhino 911

Quelle:

Rhino911,

Facebook,

Vorschaubild: ©Facebook/Rhino 911

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