Operation im Mutterleib: Baby wird noch vor Geburt behandelt

Eine gewollte Schwangerschaft ist immer eine Zeit großer Hoffnung und Freude, aber auch großer Nervosität. Wird alles gutgehen? Wahrscheinlich schon, aber jede Vorsorgeuntersuchung ist wichtig und kann Leben retten. Wenn sich etwas nicht richtig anfühlt, sollte man dies sofort mit seinem Arzt besprechen – lieber einmal zu oft als einmal zu selten.


Hier sind emotionale Geschichten, die dich wirklich inspirieren. (Zum Artikel nach unten scrollen.)

 


Als Adrianna Mashburn im letzten Drittel ihrer Schwangerschaft zu ihrer Gynäkologin ging, hatte sie bereits ein komisches Gefühl. Ihr Bauch war deutlicher größer geworden, als sie es mit ihrem ersten Kind erlebt hatte. 

Was die Scans entdeckt hatten, gab ihrer Ahnung Recht, und es war etwas sehr Gefährliches: eine zystisch-adenomatoide Malformation der Lunge, eine angeborene Fehlbildung, die zu einem großen Gewebeklumpen und viel Flüssigkeit in der Lunge des Ungeborenen geführt hatte. 

Trotz mehrerer Versuche, die Flüssigkeit durch Injektionen zu reduzieren, wurde der Zustand des kleinen Jungen schlechter. Wenn er so auf die Welt käme, würde er keine Chance haben, richtig atmen zu können.

Adrianna und ihr Mann Micah wandten sich in ihrer Not schließlich an Darrell Cass, einen Experten für Fetalchirurgie, der sich darauf spezialisiert hat, neue Methoden zur Operation von Babylungen im Mutterleib zu entwickeln. 

„Wir wussten ja nicht einmal, dass es möglich ist, dass das Baby im Mutterleib operiert wird“, erzählt Adrianna. Sie ergriff die Chance, die Lunge ihres Sohnes behandeln zu lassen, noch bevor diese ihm erstmals die lebensnotwendige Atemluft gab. 

Die Operation eines Kindes im Mutterleib ist natürlich gefährlich für Mutter und Kind. Adrianna musste in eine Vollnarkose versetzt werden, was immer ein Risiko darstellt. Es war möglich, dass es zu Komplikationen kommen würde, die dem kleinen Jungen leicht einen schlimmen Hirnschaden zufügen könnten. 

©Youtube/Inside Edition

Aber die Masse in seiner Lunge drückte inzwischen auf sein Herz und würde mit Sicherheit zu schweren Gesundheitsschäden und wahrscheinlich zu einem frühen Tod führen, wenn er erst einmal auf der Welt wäre. Die Zeit drängte. 

In der 37. Schwangerschaftswoche wagten sich die Ärzte schließlich an die Operation. Um den komplizierten Eingriff vorzunehmen, musste Dr. Cass Adriannas Bauch mit einem Kaiserschnitt öffnen und das Baby teilweise daraus hervorholen. Dann mussten auch der Brustkorb und der Lungenflügel des Ungeborenen geöffnet werden, während es noch über die Nabelschnur mit der Mutter verbunden blieb. 

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Dann entfernte Dr. Cass so schnell wie möglich den Gewebeklumpen und die Flüssigkeit aus der Lunge. Als das geschafft war, durchtrennte er die Nabelschnur, nahm den Jungen ganz aus dem Mutterleib heraus und brachte ihn zum OP-Tisch, wo er beatmet und versorgt werden konnte. 

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Das Unglaubliche gelang: Maverick, wie der Junge genannt wurde, begann zu atmen. Jetzt ist er bereits aus dem Krankenhaus entlassen worden und erholt sich zu Hause schnell und gut von seinen pränatalen Strapazen.

Die ganze Geschichte des Eingriffs kann hier auf Video angesehen werden (auf Englisch):

Eine Operation im Mutterleib hat es ihm ermöglicht, richtig atmen zu können. Seine Ärzte sind sehr zufrieden mit seiner Heilung und seine Eltern überglücklich.

Die Familie genießt nun ihre Zeit miteinander, und der kleine Maverick ist bereits der Liebling seines großen Bruders. „Es ist erstaunlich, wie schnell er sich erholt“, sagt Adrianna. „Wir sind einfach nur dankbar.“ 

Vorschaubilder: ©Youtube/Inside Edition

Quelle:

Cleveland Clinic,

Vorschaubilder: ©Youtube/Inside Edition

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