Veröffentlicht inFamilie, Kuriositäten

Polyamorie: 3 Väter, ein Kind, eine Geschichte

Ian, Alan und Jeremy leben zusammen und bilden eine sogenannte polyamouröse Partnerschaft. Eines Tages wollten sie eine Familie gründen und bekamen eine Tochter – ein Kind, das offiziell 3 Väter hat.

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Hier sind emotionale Geschichten, die dich wirklich inspirieren. (Zum Artikel nach unten scrollen.)

Ian Jenkins, Alan Mayfield und Jeremy Allen Hodges aus San Diego (USA) haben im Jahr 2017 Geschichte geschrieben. Die drei Männer leben in einer sogenannten polyamourösen Beziehung zusammen. Anders als bei „offenen“ Beziehungen lieben sich aber alle Partner gegenseitig und gleichermaßen. Das gemeinsame Leben beruht auf Langfristigkeit, Ehrlichkeit und Vertrauen – so wie bei traditionellen Paaren.

Alles begann mit Ian und Alan, die seit siebzehn Jahren zusammen sind. Vor acht Jahren lernten sie Jeremy kennen, der seitdem dazugehört. Ian ist Universitätsprofessor und beschreibt seine besondere Partnerschaft selbst als: „Einfach drei biedere, normale Typen, die sehr lange darüber diskutieren, was es zum Abendessen geben sollte.“

Das ist jedoch noch nicht die einzige Besonderheit an diesem Dreiergespann aus Kalifornien. Eines Tages kam recht unversehens die Möglichkeit auf, eine Familie zu gründen.

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„Eine Freundin von Jeremy bot uns Eizellen an, die nach ihrer künstlichen Befruchtung übrig waren und keine Verwendung mehr fanden“, sagt Ian, der wie Alan lange skeptisch war, was Kinder betrifft. „Wir bekamen die Möglichkeit, die Eizellen zu adoptieren und einen Jungen oder ein Mädchen großzuziehen, falls wir uns dazu entschließen würden.“

Und genau das taten sie. Die drei suchten sich eine Leihmutter und kümmerten sich um alle notwendigen rechtlichen Schritte, was viel Zeit und Geld in Anspruch nahm. Am Ende ihrer Mühen stand ein bezauberndes Mädchen namens Piper.

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Doch damit endet ihre Geschichte noch nicht, denn alle drei Männer wollten zusammen als „Väter“ in die Geburtsurkunde eingetragen werden – so etwas hatte es bisher noch nicht gegeben. Und zuerst wurde ihnen dieser Wunsch auch verweigert.

„Wir erklärten der Richterin, warum wir unbedingt Eltern werden wollen. Dabei flossen viele Tränen, was auch die Richterin sichtlich rührte. Schließlich fand sie doch einen Weg, wie sie auf Grundlage der bestehenden Gesetze diese einzigartige Geburtsurkunde ausstellen konnte“, erinnert sich Ian. Und genau damit hatten sie Geschichte geschrieben.

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Das war vor vier Jahren. Mittlerweile haben Ian, Alan und Jeremy sogar einen vierzehn Monate alten Sohn namens Parker, der wie Piper entstanden ist. Die beiden sind Halbgeschwister, weil ihre beiden Eizellen von einer Frau stammen, die Samenzellen aber von zwei Männern des Trios. Damit es zu nicht zu Verwechslungen kommt, haben die Kinder für ihre drei Väter verschiedene Kosewörter: Ian ist „Papa“, Alan ist „Dada“ und Jeremy ist „Daddy“.

Seitdem die süßen Kleinen in ihr Leben getreten sind, dreht sich der Alltag der polyamourösen Partnerschaft um Erziehungsfragen. Die drei Männer möchten natürlich, dass ihre Kinder so gut wie möglich aufwachsen. Glücklicherweise hatte die Entscheidung, diese ungewöhnliche Familie zu gründen und damit öffentliche Bekanntheit zu erlangen, keine negativen Konsequenzen für ihr Privat- und Berufsleben. Und auch Piper geht es in der Vorschule gut, obwohl sie natürlich mit ihren drei Vätern auffällt.

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Eine außergewöhnliche Geschichte, eine außergewöhnliche Beziehung! Bestimmt werden Piper und Parker mit ihren drei Vätern eine schöne Kindheit verleben. Es folgen Links zu weiteren ergreifenden und spannenden Artikeln und Galerien:

Vorschaubild: ©Facebook/Ian Jenkins