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Studie: Macht Schminke unattraktiv

Anscheinend macht Schminke nicht immer nur schöner, wie diese Studie beweist, die die Wirkung von Make-up auf Männer untersucht.

Eine junge Frau mit neutralem Gesichtsausdruck.
© kazantsevaov - stock.adobe.com

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Nicht nur zu Hochzeiten oder feierlichen Anlässen geben Frauen mit etwas Schminke ihrem Gesicht den letzten Schliff. Doch kann es sein, dass dieses Aufhübschen auch von Nachteil sein kann, wenn man einen Partner finden möchte? Die folgende Studie deutet darauf hin.

Was bringt das Schminken? Auf einer Wissenschaftsplattform für Psychologie wurde eine Studie mit dem Namen „The cost of beauty: Perception of makeup and male mate choice“ (auf Deutsch etwa „Die Kosten der Schönheit: Die Wahrnehmung von Schminke und männlicher Partnerwahl“) veröffentlicht, die zu dieser Frage erstaunliche Erkenntnisse liefert.

Wie schnell erkennen Männer Schminke?

Für die Studie haben Forscher im ersten Schritt getestet, wie gut Männer überhaupt Make-up wahrnehmen. Dafür wurden erwachsene Männer im Alter zwischen 18 und 25 ausgewählt. Weder arbeiteten die Probanden professionell in einer Schönheitsbranche, noch hatten sie sonstige Vorkenntnisse zum Thema Make-up. Die Männer sollten also möglichst unbefangen an das Thema herangehen.

Eine junge Frau mit neutralem Gesichtsausdruck.
So ähnlich sahen die Testbilder von den Frauen aus. Der schwarze Rahmen soll alle möglichen Ablenkungen ausblenden. (Symbolbild) Foto: kazantsevaov – stock.adobe.com

Den Männern wurden dann Bilder von Frauen gezeigt, die an der Studie teilnahmen. Zu jeder Frau gab es jeweils zwei Bilder: Ein Bild zeigte sie ungeschminkt und das andere mit Make-up, das sie auch im Alltag verwendeten. Auf beiden Bildern sollten die Frauen einen neutralen Gesichtsausdruck zeigen.

Die Bilder der Frauen den Männern per Zufallsprinzip gezeigt – manchmal nur für wenige Sekunden oder sogar Millisekunden. Danach mussten die männlichen Probanden schätzen, wie hoch die Wahrscheinlichkeit ist, dass das kurz gezeigte Gesicht Make-up trägt.

Make-up wird schnell erkannt

Erstaunlicherweise zeigten die Zahlen, dass selbst Männer mit „untrainierten“ Augen in wenigen Millisekunden Make-up wahrnehmen oder zumindest vermuteten. Sprich: Bei geschminkten Gesichtern wurde eine hohe Schminkwahrscheinlichkeit angegeben und bei ungeschminkten ein deutlich niedrigere.

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Im zweiten Schritt wurden die Männer dann noch per Fragetests in zwei Gruppen eingeteilt. In einer befanden sich eher konservativere Herren mit Familienwunsch, die sich für langfristige Beziehungen interessierten, und in der anderen diejenigen, die eher flüchtige sexuelle Kontakte und Ähnliches bevorzugten. Dann sollten die Probanden angeben, wie sie die Frauen als kurzes Liebesabenteuer oder potenziellen Lebenspartner bewerteten und wie attraktiv die gezeigten Gesichter auf sie wirkten.

Weniger Make-up ist manchmal mehr

Zusammengefasst kam dabei heraus, dass Männer mit Familienwunsch potenzielle Partnerinnen im Durchschnitt als weniger attraktiv empfanden, wenn sie Schminke trugen. Ging es aber nur um ein flüchtiges sexuelles Abenteuer, schnitten die geschminkten Frauen besser ab.

Für die weniger konservativeren Männer war es umgekehrt. Ging es um eine längere Beziehung, schnitten geschminkte Gesichter besser ab, ging es kurze sexuelle Kontakte, belegten die ungeschminkten Gesichter den ersten Platz, wobei der Unterschied nur minimal war.

Auf jeden Fall sind das spannende Ergebnisse, die andeuten, dass weniger (Schminke) manchmal mehr ist.

Quelle: brightside

Vorschaubilder: ©flickr/RalfSteinberger ©kazantsevaov – stock.adobe.com

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