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Humor

Kuriose Berufe: Leser erzählen von ihren verrücktesten Jobs

Nicht jeder hat das Glück, sofort seinen Traumjob zu finden. Wenn auf dem Bankkonto Ebbe herrscht, kann man es sich manchmal nicht leisten, wählerisch zu sein. Doch auch der verrückteste und sinnloseste Job kann sich rückblickend als unbezahlbare Erfahrung entpuppen. Wir haben unsere Leser gebeten, uns von ihren kuriosesten und spannendsten Jobs zu erzählen – und wurden nicht enttäuscht.


Die kuriosesten Videos. (Zum Artikel nach unten scrollen.)


Mayo-Werfer, Bodyguard und Erschrecker: Die folgenden kuriosen Berufe und Nebenjobs machen sich vielleicht nicht so gut im Lebenslauf. Aber dafür schenken sie einem unvergessliche und teilweise urkomische Erinnerungen:

„Als ‘Zivi’ musste ich einmal die Wohnung eines Messies entrümpeln. Eine Badewanne voll mit schwarzem Orangensaft.“

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„Ich habe 50 Euro dafür bekommen, an einer experimentellen Kunstperformance teilzunehmen. Fünf weitere Teilnehmer und ich wurden in eine riesige Kugel gesperrt, die der Künstler in seinem Atelier gebastelt hatte. Als wir drinnen waren, hat er die Tür blockiert, sodass wir nicht rauskonnten. Wir mussten uns eine Stunde lang ansehen und die Bewegungen unseres Gegenübers nachahmen. Einer von uns musste entscheiden, wer am schlechtesten beim Nachahmen war. Dann mussten wir demjenigen Mayonnaise ins Gesicht klatschen. Am Ende bekamen wir ein Bild von unserem mit Mayo beschmierten Gesicht.“

„Mein kauziger, betagter Nachbar hat mich mal gebeten, in seiner Garage nach seinem Auto zu schauen, weil er einen Traum hatte, in dem irgendwelche Kinder es in die Luft sprengen wollten. Deshalb hat er mich dafür bezahlt, darauf aufzupassen.“

„Kein richtiger Job, aber das ist die kurioseste Aufgabe, die ich während eines Jobs hatte: Während meines Studiums habe ich für einen Radiosender gearbeitet und der hat verschiedene Events für die Zuhörer veranstaltet. Eine Veranstaltung war eine große Party zum Frauentag und natürlich durften da nur Frauen hin, mit einer Ausnahme: Mister Germany. Und mein Job war es, Bodyguard für ihn zu spielen. Ich musste ihm betrunkene und aufdringliche Frauen vom Leib halten.“

„Als ich beim Bund war, war ich für die Sicherheit am Schießstand zuständig, weil ich Mediziner war. Normalerweise saß ich nur im Rettungswagen und schlief. Aber eines Tages fiel einer der Aufseher in Ohnmacht, deshalb musste ich den ganzen Tag neben bewaffneten Rekruten stehen, die noch nie eine Waffe abgefeuert hatten, und dafür sorgen, dass sich niemand in den Fuß schießt. Um ehrlich zu sein: Einige sahen nicht so vertrauenswürdig aus. Was für ein Tag!“

„Als er noch zur Schule ging, hat mein Cousin als ‘Erschrecker’ in einem Spukhaus gearbeitet. Es war seine Aufgabe, sich zu verkleiden, den Besuchern in dunklen Ecken aufzulauern, überraschend hervorzuspringen und sie zu erschrecken. Eine Zeit lang gab es einen Besucher, der täglich reinkam, den Eintritt bezahlte, bis Betriebsschluss blieb und so tat, als gehöre er zum ‘Erschrecker’-Personal – und das über mehrere Wochen. Weil ihnen das nicht geheuer war, erzählten mein Cousin und seine Kollegen ihrer Chefin von dem verrückten maskierten Mann, der jeden Tag dort herumlungerte, sich unter das Team mogelte und Besucher erschreckte. Ihre Antwort: ‘Kein Problem. Mir gefällt es, wenn die Leute mich dafür bezahlen, dass sie für mich arbeiten dürfen.’“

Arbeit ist vielleicht das halbe Leben, aber wer sagt, dass der Lebenslauf immer gerade und makellos sein muss? Oft sind es die Um- und Irrwege, die uns wirklich weiterbringen. Und ohne diese kleinen Abstecher wären wir um manche lustige Anekdote ärmer. 

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Vorschaubild: ©Flickr/Scott O’Dell

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