Veröffentlicht inEmotionales, Schicksale

Tyler Sweeney wurde von Freundin misshandelt

US-Amerikaner Tyler Sweeney erzählt, wie seine Freundin Katie Pitchford ihm beinahe die Hoden abriss – und macht auf das Tabuthema häusliche Gewalt gegen Männer aufmerksam.

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Hier sind emotionale Geschichten, die dich wirklich inspirieren. (Zum Artikel nach unten scrollen.)

Tyler Sweeney und Katie Lee Pitchford waren seit 3 Jahren ein Paar, als die damals 21-Jährige aus Florida in Haft muss – weil sie ihren Freund aufs Brutalste misshandelt hat. Für Außenstehende kaum zu glauben, schließlich ist der 29-Jährige ein gut trainierter Amateurboxer und seine Freundin eine zierliche Frau, die nicht einmal 50 Kilo auf die Waage bringt.

Der US-Amerikaner hat sich jedoch dazu entschlossen, mit seinen Erlebnissen an die Öffentlichkeit zu gehen und Licht auf das Tabuthema häusliche Gewalt gegen Männer zu werfen. 

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„Ich hatte noch nie solche Schmerzen.“

Heftige Auseinandersetzungen standen bei dem Paar auch in der Vergangenheit stets auf der Tagesordnung. So beschleunigte die Friseurin einmal bei einem Streit im Auto auf 50 km/h, während Tyler gerade dabei war, auszusteigen, sodass er auf die Straße stürzte und sich schwer verletzte. 

Als sich die beiden im Sommer 2019 erneut streiten, eskaliert die Situation jedoch völlig: Die stark alkoholisierte 21-Jährige wirft einen Lautsprecher nach Tyler und schlägt mit einer Haarbürste auf den jungen Mann ein, bis dieser anfängt zu bluten. „Ich versuchte, aus dem Schlafzimmer zu entkommen, aber sie griff nach meinen Hoden und versuchte, sie mit aller Kraft abzureißen“, erinnert sich Tyler. „Ich hatte noch nie solche Schmerzen.“

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Doch damit ist sein Martyrium noch nicht vorüber: „Dann sprang sie auf mich und begann, mich mit beiden Händen zu würgen. Sie hatte ein Lächeln auf dem Gesicht. Irgendwann bekam ich keine Luft mehr.“ Es ist schließlich Katies Großmutter, die im unteren Stockwerk wohnt, die die Polizei ruft. 

Als die Beamten eintreffen, sind sie geschockt vom Zustand des nackten, blutüberströmten jungen Mannes. „Warum haben Sie das mit sich machen lassen?“, fragen sie Tyler ungläubig. 

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„Wenn man mich schwach nennt, weil ich eine Person, die ich liebe, nicht schlage, dann nehme ich das auf mich“, erklärt der US-Amerikaner. „Man kann mich deswegen auch stark nennen. Ich weiß im Herzen, was richtig ist. Sie ist in Haft und ich bin frei.“

Er liebt sie immer noch

Katie, die bereits eine Bewährungsstrafe wegen eines Angriffs auf Polizeibeamte hat, wurde nach der Attacke auf ihren Freund festgenommen. Trotz allem, was sie Tyler mit jahrelanger psychischer wie körperlicher Gewalt angetan hat, hat er Mitleid mit der jungen Frau: „Ich liebe sie und mache mir Sorgen. Das Gefängnis tut ihr nicht gut. Sie braucht eher psychologische Hilfe. Ich denke viel über sie nach, kann schlecht schlafen.“

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Nicht nur der 10 cm lange Riss an Tylers Hodensack musste heilen, es sind vor allem seelische Narben, die er aus dieser vergifteten Beziehung mitgenommen hat. Leider ist der junge Mann aus Florida kein Einzelfall.

Häusliche Gewalt gegen Männer – ein Tabuthema

Häusliche Gewalt wird meist nur mit weiblichen Opfern in Verbindung gebracht. Doch Schätzungen zufolge ist in Deutschland jeder fünfte Betroffene männlich. So sollen mindestens eine Million Männer in Deutschland regelmäßig häusliche Gewalt durch ihre Partnerin erfahren – nicht nur in Form von Schlägen und Tritten, auch durch Drohungen, Erniedrigungen, soziale Isolation oder sogar das Erzwingen sexueller Handlungen. 

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Die Hemmschwelle, darüber zu sprechen und sich Hilfe zu holen, liegt bei männlichen Opfern oftmals noch höher als bei weiblichen; schließlich gilt der Mann in unserer Gesellschaft als starkes Geschlecht und körperlich überlegen. Umso wichtiger ist es, dass Männer wie Tyler das Schweigen um das Thema brechen, damit andere Betroffene ermutigt werden, aus der Gewaltspirale auszubrechen.

Wenn du selber häuslicher Gewalt erfährst oder Betroffenen helfen möchtest, kannst du dich an folgende Stellen wenden:

Quelle: Daily Mail
Vorschaubild: ©Facebook/Katie Pitchford