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Kuriositäten

Scheidungsanwälte erzählen von Trennungsgründen

Nicht jede Ehe besteht den Test der Zeit. Manchmal wurde aus den falschen Gründen oder zu jung geheiratet, manchmal ist einer der Eheleute untreu, manchmal hat sich ein Paar aber auch einfach auseinandergelebt.


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Es ist keine Schande, sondern eine gute Sache, eine Beziehung zu beenden, die nicht mehr funktioniert. Bisweilen kommen allerdings rechtliche Komplikationen und damit auch Scheidungsanwälte ins Spiel. Und diese bekommen im Laufe ihrer Karriere wirklich jeden noch so verrückten Scheidungsgrund zu sehen.

Wenn die Trennungswilligen erst einmal anfangen, sich um Besitztümer zu streiten oder kleinliche Rachepläne ins Rollen bringen, dann können die Anwälte nur noch abwarten und hoffen, dass die Schlammschlacht bald vorbei sein wird.

1. Das war wohl nötig

„Ich habe als Scheidungsanwalt einmal einen Mann vertreten, der sich nach 35 Ehejahren von seiner Frau trennte. Sie waren beide in ihren 60ern. In nicht einmal 30 Minuten waren sie sich über die Aufteilung von Besitztümern im Wert von einer halben Million Dollar einig. Dann haben sie sich zweieinhalb Stunden lang wie die Kesselflicker um zwei Biergläser und eine Heugabel gezankt. Drei Monate später haben sie einander zum zweiten Mal geheiratet.“

2. Das ist furchtbar

„Ein Kollege hat einen Scheidungsfall verhandelt, bei dem nicht das Geld das Problem war, sondern die Kinder. Keiner der beiden Eltern wollte sie haben.“

3. Das war zum Scheitern verurteilt

„Einer unserer Klienten dachte, seine Frau hätte eine Affäre. Hatte sie nicht, sie ist nur jede Nacht stundenlang herumgefahren, um Pokémon Go zu spielen. Sie haben sich trotzdem scheiden lassen.“

4. Das Katzen-Desaster

„Der Scheidungsgrund dieses Paares war die Katze. Die Frau nannte sie ‘Snowball’, weil sie weißes Fell hatte, und wollte ihr nur Nassfutter und Hühnerbrust geben. Der Mann nannte sie ‘Lily’ und wollte ihr ausschließlich Trockenfutter geben. Die beiden stritten sich über ein Jahr darüber, wer die Katze behalten sollte, und kümmerten sich einen Dreck um ihre drei gemeinsamen Kinder.“

5. Das ist ein guter Trennungsgrund

„Ein Freund von mir ließ sich scheiden, weil seine Frau ausschließlich Französisch sprach, wenn ihre Familie zu Besuch war. Sie war Spanierin, er war Spanier. Ihre Familie sprach Englisch, Französisch und Spanisch. Er sprach nur Spanisch. Sie wollte einfach mit ihrer Familie über ihn lästern. Irgendwann nahm er eines der Gespräche auf Band auf und ließ es übersetzen. Sie hatten alle vor seiner Nase über ihn hergezogen.“

6. Das ist vielleicht das Beste

„Die Frau reichte nach zwei Jahren Ehe die Scheidung ein, weil der Mann einfach nicht aufhörte, den Hund zu überfüttern. Der Hund war bereits stark übergewichtig geworden. Anscheinend machte sie sich Sorgen, was aus etwaigen Kindern werden würde.“

7. Das ist zu viel der Mutterliebe

„Das Paar lebte mit der Mutter des Mannes zusammen. Wenn er geduscht hatte, kam sie geradewegs ins Schlafzimmer und puderte ihrem 40-jährigen Sohn den Rücken ein. Sie durften die Schlafzimmertür nicht abschließen, damit die Schwiegermutter kommen und gehen konnte, wie sie wollte. Wenn sie abschlossen, klopfte sie ständig an die Tür.“

8. Das ist nicht mehr zu retten

„Das Paar hat insgesamt beinahe 5.000 Dollar (etwa 4.300 Euro) an Anwaltskosten ausgegeben. Die beiden konnten sich nämlich nicht einigen, wer einen Aschenbecher bekommt, den sie in Las Vegas gekauft hatten. Ich habe dem Mann irgendwann angeboten, nach Las Vegas zu fliegen und ihm einen identischen Aschenbecher zu kaufen, weil ihn das unter dem Strich weniger kosten würde. Er sagte nein. Er hatte vor, das blöde Ding vor ihren Augen in Stücke zu schlagen. Wir haben den Fall gewonnen und er hat genau das getan.“

9. Das war es wohl mit der Liebe

„Das Paar hat zwei Stunden gebraucht, um sich zu einigen, wer die Lebensmittel in der linken Ecke des Kühlschranks bekommen sollte. Die gesamten Anwaltskosten beliefen sich auf etwa 1.000 Dollar (etwa 860 Euro), und letztlich ging es vor allem um ein großes Glas Erdnussbutter (ernsthaft, wer stellt Erdnussbutter in den Kühlschrank?).“

10. Das tut weh

„Der Mann hatte keine Lust mehr auf seine Frau und seine Kinder und wollte sich mit einer Jüngeren absetzen. Die Frau wollte ihn dafür finanziell bluten lassen. Nach langen, zähen Verhandlungen sagte der Mann zu seinem Scheidungsanwalt: ‘Was soll’s, gib ihr, was immer sie will, damit das hier vorbei ist.’ Als die Frau das hörte, rastete sie völlig aus. Es ging ihr nicht ums Geld, sie ertrug es nicht, dass er jeden Preis zahlen würde, um sie verlassen und mit seiner Freundin abhauen zu können.“

11. Das ist brutal

„Eine 46 Jahre währende Ehe endete, weil seine Ex aus der Schule plötzlich wieder Single war. Er hat sie am selben Tag geheiratet, an dem seine Scheidung rechtskräftig wurde.“

12. Das ging ja doch wieder gut

„Ein Paar stritt sich vor Gericht über die Konditionen des geteilten Sorgerechts. Beide wollten, dass sie gemeinsam mit dem Kind Zeit verbringen sollten. Irgendwann haben sie sich einfach wieder vertragen, sich eine Eheberatung organisiert und die Scheidung zurückgezogen.“

13. Das ist schnell eskaliert

„Ich kannte einmal jemanden, der sich nach zwei Monaten Ehe scheiden ließ, weil seine Frau immer ihre Nachttischlampe hatte brennen lassen, er aber nur bei völliger Dunkelheit schlafen konnte. Manchmal schlief er wütend auf dem Sofa, manchmal sperrte er sie nachts aus dem Schlafzimmer aus.“

14. Das lief nicht so wie gewünscht

„Wir hatten einen Fall, bei dem der Mann und die Frau eine Dreierbeziehung mit einer weiteren Frau begannen. Sie haben sich beide in sie verliebt und sich heimlich mit ihr getroffen. Das Ganze implodierte, als die Geliebte schwanger wurde.“

15. Das ist eindeutig ein Scheidungsgrund

„Ich hatte einen Fall, bei dem die Frau bemängelte, dass der Mann ständig braune Spuren auf dem Bettlaken hinterlasse. Er behauptete, dies seien Verbrennungen vom Bügeleisen, aber sie ließen sich abwaschen. Er gab vor Gericht zu, nur sehr wenig Toilettenpapier zu verwenden.“

Man sagt ja, ein Ende mit Schrecken sei besser als ein Schrecken ohne Ende, und manchmal scheint es besser, dass solches Elend schließlich sein Ende gefunden hat. Aber manchmal wünscht man sich doch, dass diese beiden zusammengeblieben wären – und zwar, um den Rest der Menschheit vor ihnen zu schützen.

Quelle: boredpanda

Vorschaubild: ©Twitter/Mocha mom -Charlotte