Mobber-Mama Tammy Steffen täuschte die Entführung ihrer Tochter vor

Warum ist es so, dass manche Menschen in ihrem Leben kaum Gesetze oder Regeln brechen, während andere häufig schwere Verbrechen verüben? Ist jeder dazu fähig? Kommt es auf die Umstände an? Auf jeden Fall können auch ganz unscheinbare Personen unfassbare Straftaten begehen, die man ihnen auf den ersten Blick nicht zugetraut hätte.


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Ein Beispiel dafür liefert der Fall von Tammy Steffen aus Florida. Die 36-jährige Mutter und Fitnesstrainerin schien mit ihrem Mann und ihren Kindern ein recht gewöhnliches Leben zu führen. Nach einer vorgetäuschten Entführung kamen jedoch ihre dunklen Machenschaften ans Licht.

 
 
 
 
 
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Tammy bedrohte und belästigte von August 2016 bis Juli 2018 viele ihrer Geschäftspartner, Kollegen und Konkurrenten durch wiederholte E-Mails, Telefonanrufe, SMS und Nachrichten über soziale Netzwerke. Insgesamt 369 Instagram-Accounts und 18 E-Mail-Accounts hatte sie zu diesem Zweck erstellt – alle wurden von ihr betrieben, um psychischen Druck auf ihre Opfer auszuüben.

„Ich werde dich in Stücke schneiden“, hieß es in einer Instagram-Nachricht. Oder: „Ich werde von deinem Blut kosten.“ In anderen Nachrichten nutzte sie brachiale Formulierungen wie: „Aus der ganzen Hölle wird Feuer auf deine Welt niederprasseln, wie du es noch nie gesehen hast.“ Oder: „Du legst dich mit dem Falschen an. Du hast keinen Schimmer davon, wozu ich fähig bin. Ich nehme gleich den nächsten Flug zu dir.“

Den bisherigen Höhepunkt ihrer kriminellen Umtriebe stellt jedoch eine vorgetäuschte Entführung im Juli 2018 dar, die alles auffliegen ließ.

 
 
 
 
 
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Es begann damit, dass Tammy die Polizei anrief und behauptete, dass jemand ihre Tochter in den Wald hinter ihrem Haus zu zerren versuchte. Dabei habe diese aus Angst in ihre Kleidung uriniert. Außerdem soll ihre Familie Drohanrufe und Nachrichten von unbekannten Nummern erhalten haben. An der Stelle des vermeintlichen Entführungsversuchs entdeckten die Beamten im Gebüsch eine Laptoptasche, in der sich ein Notepad-Computer mit Informationen über Tammys Zuhause und ihre Familie befand.

Ihre Tochter beschrieb später der Polizei, wie der Entführer ausgesehen haben soll. Die Beschreibung schien auf Tammys ehemaligen Geschäftspartner hinzudeuten, wie die Fitnesstrainerin selbst betonte. Als die Polizeibeamten dem Mädchen mehrere Fotos des Verdächtigen zeigten, identifizierte sie den ehemaligen Geschäftspartner als Entführer. Aufgrund der Schwere des augenscheinlichen Verbrechens wurde die Polizei sofort aktiv und zog viele Beamte zur Lösung des Falls heran.

 
 
 
 
 
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Im Laufe der Ermittlungen bemerkten die Polizisten jedoch zahlreiche Unstimmigkeiten. Tammys Lügengebäude begann massiv zu bröckeln, als das Mädchen während der Untersuchung sagte: „Was passiert mit Mama, wenn ich die Wahrheit sage?“

Außerdem stellte sich heraus, dass der Verdächtige während der vermeintlichen Entführung vom Tatort weit entfernt auf Überwachungskameras gesichtet wurde. Auch die Laptoptasche samt Inhalt, die im Unterholz gefunden wurde, hatte Tammy selbst gekauft. Es kam ans Licht, dass Tammy ihrem ehemaligen Geschäftspartner vorgeworfen hatte, einen Online-Wettbewerb zu ihren Ungunsten sabotiert zu haben, was jedoch in keiner Weise belegt werden konnte.

Schließlich gab die Fitnesstrainerin zu, die Entführung inszeniert zu haben. Um alles glaubhafter aussehen zu lassen, hatte sie sogar ihre Tochter dazu gezwungen, sich einzunässen. Anfangs wollte die 36-Jährige, als sie sich in Untersuchungshaft befand, während eines Telefonats sogar ihre Tochter dazu bringen, die ganze Schuld auf sich zu nehmen. Tammy Steffen wurde schließlich zu vier Jahren und neun Monaten Gefängnishaft wegen Cyberstalking und des Versendens von Drohungen im Netz verurteilt.

Wie skrupellos! Diese Frau schreckte nicht einmal davor zurück, ihre Tochter für ihre niederträchtigen Machenschaften auszunutzen. Ähnliche erschütternde Geschichten findest du in der folgenden Auflistung:

Vorschaubild: © Twitter/Law & Crime

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