20 Wolfshunde, die absolut nichts für Stubenhocker sind.

Ein Wolfshund ist der Nachkomme aus der Verpaarung eines Wolfs mit einem Haushund. Der Urahn unserer heutigen domestizierten Haustiere besitzt natürlich auch dieselben genetischen Anlagen wie unsere treuen, besten Freunde, somit kann sich theoretisch jede der 16 Wolfsarten dieser Erde auch mit jeder Rasse von Hund fortpflanzen. Zwar kommt es vor, dass sich verwilderte Haushunde in der Wildnis mit Wölfen auf ein „Rendezvous“ treffen, dies soll laut Statistik jedoch eher selten vorkommen. Die Faszination des Menschen für den Wolf und falsch verstandene Tierliebe sorgen hingegen dafür, dass sich Wolfshybriden beispielsweise in den USA immer größerer Beliebtheit erfreuen.

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Die Behörden der USA haben mittlerweile reagiert und strenge Auflagen für die Haltung von Wolfshunden erteilt. Da die Kreuzungen von der Verwaltung als Wildtiere geführt werden, muss ein Halter dieser Tiere eine artgerechte Haltung nachweisen können. In 40 US-Bundesstaaten sind die Haltung und die Zucht solcher Tiere mittlerweile gänzlich verboten.

Dennoch muss man sich die Schönheit dieser majestätischen Tiere einmal vor Augen führen, was mit den folgenden 20 Bildern bestens gelingt.

1.) Der Mensch möchte den Wolf im eigenen Wohnzimmer halten, was angesichts der Bedürfnisse dieser anspruchsvollen Tiere in vielen Fällen mit deren Abgabe im Tierheim endet. 

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2.) Das Training mit einem Wolfshund-Welpen beginnt bereits in seiner 3. Lebenswoche – nur so kann dessen natürlicher Scheu vor dem Menschen entgegengewirkt werden. Viele Fälle zeigen jedoch, dass sich ein solches Tier aufgrund seiner individuellen und oft wilden Charaktereigenschaften gar nicht als Haustier eignet. 

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3.) Der Tschechoslowakische Wolfhund entstammt einem Zuchtprogramm des tschechischen Grenzschutzes. Ziel dieser Zucht war es, einen Diensthund hervorzubringen, der besser mit extremer Kälte und den Höhenlagen der Grenzgebiete zurechtkommen sollte. Dazu wurden Deutsche Schäferhunde mit Karpatenwölfen verpaart. Heute ist er eine anerkannte Hunderasse.

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4.) Einen Wolfshybriden mit anderen Hunderassen zusammenzubringen, kann eine große Gefahr für den Hund darstellen, da der stark ausgeprägte Beutetrieb des Wolfs darauf ausgelegt ist, kleinere Tiere zu jagen und zu erlegen.

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5.) Der Saarlooswolfhund ist ebenfalls eine von der FCI anerkannte niederländische Hunderasse, die aus Kreuzungen zwischen sibirischen Wölfen und Deutschen Schäferhunden entstanden ist.

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6.) Der Besitzer dieses Wolfshundes hat sein Tier einfach in eine Tötungsstation gebracht, als es ihm zu groß wurde. Gott sei Dank wurde eine Auffangstation für Wolfshunde auf ihn aufmerksam und rettete ihn. Ein Gentest ergab, dass in ihm 87,5 % Wolf, 8,6 % Husky und 3,9 % Deutscher Schäferhund stecken.

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7.) Das wolfstypische Unterfell ist viel dichter als das des Hundes. Das macht ihn unempfindlich gegen Nässe, Schnee und Wind.

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8.) Das ist Malachi. Er rannte seinem Besitzer davon, weil er das Leben in der Wildnis bevorzugte. Eine Tierschutzorganisation nahm sich schließlich seiner an. Heute hat der Wolfshund im Tierheim ein großes Außengehege und kümmert sich mit großer Hingabe um die Neuankömmlinge. 

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9.) Das scheue Wesen des Wolfs, das teilweise noch Generationen später in den Kreuzungen zum Vorschein kommt, und sein teils aggressives Verhalten machen die Erziehung und Haltung der Wolfshybriden zu einer absoluten Profiangelegenheit.

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10.) Ein Wolf legt bei der Suche nach Beute täglich bis zu 50 Kilometer zurück. Der Wolfshund hat natürlich einen ebenso großen Bewegungsdrang, was eine artgerechte Haltung in Gefangenschaft beinahe unmöglich macht.

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11.) Das ist Horton, ein Mischling aus Irischem Wolfshund und Timberwolf, der weltweit größten Wolfsart.

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12.) Das Bellen haben sich unsere Haushunde im Laufe der Domestizierung wahrscheinlich angeeignet, um auf sich aufmerksam machen zu können. Wölfe hingegen bellen nicht, dafür nutzen sie aber ihr Geheul, um über große Distanzen miteinander kommunizieren zu können.

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13.) Beide Tiere sind Wolfshunde, doch während der rechte eher wie ein Husky aussieht, verrät das Aussehen des linken Tieres sofort, dass Wolf in ihm steckt. Das macht es den amerikanischen Behörden teilweise sehr schwer, das Haltungsverbot durchzusetzen. Oft hilft dann nur noch ein Gentest.

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14.) Die Wolfshündin Nikki lebt in einer Auffangstation für Wolfshybriden, welche ein Programm ins Leben gerufen hat, um ehemaligen Soldaten bei der Bewältigung posttraumatischer Belastungsstörungen (PTBS) zu helfen. Der ruhige und respektvolle Umgang mit diesen sensiblen Tieren hilft den Soldaten dabei, das Geschehene besser verarbeiten zu können und neuen Lebensmut zu fassen.

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15.) Neueste wissenschaftliche Erkenntnisse haben ergeben, dass die schwarze Fellfarbe bei Wölfen durch eine Genmutation verursacht wird, die normalerweise nur bei unseren Haushunden vorkommt. Dies lässt darauf schließen, dass sich die Linien von Hund und Wolf in der Vergangenheit bereits häufiger vermischten.

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16.) Dieser Wolfshund hat äußerlich nicht viel von seinem domestizierten Verwandten. Seine Größe verrät jedoch, dass ganz viel Timberwolf in ihm steckt.

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17.) Der Naturfanatiker Kelly Lund und sein Wolfshund Loki durchwandern gemeinsam ganz Nordamerika. Ihre Abenteuer teilen sie mit der ganzen Welt auf ihrer Instagram-Seite

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18.) Wolfshunde sind kommunikativer als unsere Haushunde. Ein Wolf nutzt über 60 verschiedene Ausdrücke in seiner Mimik, um mit seinen Artgenossen kommunizieren zu können. Unser Haushund ist hingegen mit vier bis fünf verschiedenen Ausdrücken sehr viel einfacher gestrickt.

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19.) Das Verhaltensmuster vieler Wolfshybriden gleicht einem inneren Konflikt. Während die domestizierte Seite in ihnen die Nähe zum Menschen sucht, lässt ihre wilde Seite keine Kommunikation mit uns Zweibeinern zu. Verständigungsprobleme können daher schwerwiegende Folgen haben.

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20.) Das russische Militär züchtet seit dem Zerfall der Sowjetunion Anfang der 90er Jahre ebenfalls Wolfshunde für den Grenzschutz.

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Der Besitz von Wolfshunden ist in Deutschland ebenfalls verboten. Ausnahmen bilden die beiden zugelassenen Rassen Saarlooswolfhund und Tschechoslowakischer Wolfhund, für deren Haltung jedoch unbedingt ein hohes Maß an Sachkunde und Hundeerfahrung gegeben sein muss! 

Mehrere von Verhaltensforschern durchgeführte und gescheiterte Versuche stellen klar, dass sich ein Wolfshund niemals wie ein Haushund dem Menschen unterordnen kann. Grund hierfür ist vor allem die Kommunikation. Während unsere Hunde etwa die letzten 40.000 Jahre damit verbracht haben, unsere Mimik und Gestik zu deuten, bleiben wir für seinen Urahnen weiterhin ein Rätsel.

So wunderschön diese Tiere auch sind – das menschliche Streben nach Individualität durch besonders exotische Haustiere sorgt leider dafür, dass die meisten dieser Tiere spätestens während der Geschlechtsreife wegen Überforderung der Halter in Tierheimen oder Schutzreservaten landen. Dabei dürfte jedem Tierfreund klar sein, dass ein Wildtier, auch wenn ein Funke Haushund in ihm steckt, nicht ins heimische Wohnzimmer gehört.

Quelle:

Bright Side

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