Sechsfache Mutter stirbt am Coronavirus

COVID-19 bzw. das Coronavirus hat die ganze Welt schwer getroffen. Die Infektionszahlen steigen rasant an, das Virus setzt auch gesunden Menschen schlimm zu und wenn auch noch eine vorherige chronische Erkrankung, etwa Asthma oder eine Autoimmunerkrankung, vorliegt, kann es schnell lebensgefährlich werden. Allein in Deutschland sind bisher über 11.700 Menschen an den Folgen von COVID-19 gestorben. Noch viel schlimmer sieht es in den USA aus.


Hier sind emotionale Geschichten, die dich wirklich inspirieren. (Zum Artikel nach unten scrollen.)

 


Ein nur 19-jähriger Junge aus Palmdal im Bundesstaat Kalifornien ist nur einer von Tausenden, die sich durch die Pandemie in einer verzweifelten Situation wiedergefunden haben – und ihm hat die Situation auch noch ein Maß an Verantwortung hinterlassen, das ein so junger Mensch unmöglich allein tragen kann.

Als die sechsfache Mutter Brenda Martinez und ihre ganze Familie im August 2020 positiv auf Corona getestet wurden, waren natürlich alle besorgt. Von den Kindern und ihrer Mutter zeigten jedoch nur Brenda und der älteste Sohn Juan die typischen Corona-Symptome, die jüngeren Geschwister waren zum Glück alle asymptomatisch.

Doch Brenda traf die Erkrankung mit aller Grausamkeit. Sie lebte seit Langem schon mit Diabetes. Im Laufe von nur wenigen Tagen wurden Brendas Symptome immer schlimmer, sie bekam kaum noch Luft und musste ins Krankenhaus gebracht werden. Doch alles half nichts. Ihre Lungen fielen in sich zusammen, ihre Nieren versagten und nach nur einer Woche erlag die sechsfache Mutter dem Coronavirus und verstarb.

Die Familie von Brenda war nach dem Tod der Mutter am Ende. Juan versuchte, seine Geschwister zu trösten und zu beruhigen, während er selbst beinahe zusammenbrach. Dann stürzte das Leben des Alltags erneut über sie alle herab.

Das Sorgerecht für das jüngste Kind ging nach Brendas Tod an den getrennt lebenden Vater über und Juan hat nun die Verantwortung für seine übrigen 4 Geschwister im Alter von sieben, acht, neun und 15 Jahren. Wo er zuvor „nur“ ein großer Bruder war, übernimmt er jetzt die Rolle von Mutter, Vater und Bruder auf einmal.

Jetzt muss er Wege finden, sich selbst und seine Brüder und Schwestern zu ernähren, den Haushalt zu führen und sicherzustellen, dass das Leben so gut wie möglich weitergehen kann. Die Familie war in ernster finanzieller Not.

Juan hatte keine andere Möglichkeit, als im Internet um Hilfe zu bitten. Auf der Plattform GoFundMe erzählte er der Welt, was das Coronavirus bei seiner Mutter und seiner Familie angerichtet hatte und in welcher Lage die 5 Geschwister nun waren.

Twitter/Oswaldo Borraez

Die Reaktion ließ zum Glück nicht lange auf sich warten. Menschen von überallher teilten mit der Familie Martinez ein kleines bisschen ihrer Ressourcen. Damit sammelten sich inzwischen 133.950 Dollar (etwa 113.440 Euro) an. Was für eine wunderbare Antwort auf einen Hilferuf!

Juan ist sehr dankbar für die prompte Unterstützung und hat eine wichtige Botschaft für alle dort draußen, die nicht sicher sind, wie sie sich im Moment verhalten sollten: „Nehmt das Virus ernst! Tragt eine Maske und haltet Abstand!“ Wenn er sieht, wie Leute die Empfehlungen missachten, trifft es ihn hart. „Dieses Verhalten bringt Menschen wie meine Mutter in Gefahr.“

Twitter/Oswaldo Borraez

Allein in Deutschland leben über 7 Millionen Menschen mit Diabetes. Wohl jeder hat jemanden in der Familie, der im Falle einer Infektion mit dem Coronavirus mit schrecklichen Komplikationen rechnen muss. Es liegt an uns allen, aufeinander aufzupassen und die Menschen, die wir lieben, nicht durch Leichtsinn oder Trotz in Lebensgefahr zu bringen.

Hier kann man die Familie Martinez mit Spenden unterstützen: GoFundMe

Vorschaubilder: ©Facebook/JuanJose Martinez ©Facebook/Jim Fussell

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